BOGK: Bio-Beeren knapp

Rund die Hälfte der diesjährigen Ernte von Beeren und Gurken in Bio-Qualität fällt aus. Auch die Versorgungslage beim Steinobst – Aprikosen, Kirschen und Zwetschgen – und bei Bio-Birnen ist schwierig. Darauf weist der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) in Bonn hin. „Für die Verarbeiter ist dies eine echte Katastrophe“, sagt BOGK-Geschäftsführer Christoph Freitag und ergänzt: „Viele Unternehmen werden ihre geplante Produktionsmenge nicht erreichen. Die Ware wird knapp.“

Die Situation wird dieses Jahr besonders verschärft, weil keine Reserven mehr verfügbar sind. Denn bei Bio-Gurken bleibt die Ernte schon im vierten Jahr in Folge hinter den Planungen zurück, berichtet der BOGK. Daneben haben lokale Starkregenereignisse ganze Ernten vernichtet. Obst in Bio-Qualität war auch schon im Vorjahr knapp. Schuld seien die wiederholten Trockenperioden. „Der Klimawandel ist da“, sagt Freitag und ergänzt: „Bei der Obsternte gibt es keine Möglichkeit, einen starken Frost während der Blüte oder anhaltende Trockenheit während der Reifezeit auszugleichen. Leider werden diese Wetterextreme häufiger.“ Im laufenden Jahr haben zunächst Schnee und Kälte und später Hitze und Trockenheit in den Hauptanbaugebieten in Südosteuropa und Lateinamerika vor allem den empfindlichen Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren zugesetzt. 

Die Folge sind außerordentlich hohe Preissteigerungen der Rohware. Aprikosen und Heidelbeeren kosten 30 bis 50 Prozent mehr als im Vorjahr, die Preise für Himbeeren und Brombeeren haben sich mehr als verdoppelt. Darauf werden sich auch Handel und Verbraucher einstellen müssen, so der BOGK. Doch gerade im Bio-Bereich stünden die Chancen gut, dass die Verbraucher dazu bereit seien. Quelle: BOGK Bild: dti (September 2021)

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