Ökotest: Acht mal „sehr gut“ für Alaska-Seelachs

Die Zeitschrift Ökotest hat für ihre September-Ausgabe 19 tiefgekühlte Kabeljau- und Alaska-Seelachsfilets im Hinblick auf die Nachhaltigkeit ihrer Fischerei, Schadstoffbelastung und Geschmack getestet. Zwischen den beiden Dorscharten gibt es bei den Endnoten eine deutliche Kluft. Während die Alaska-Seelachs-Filets acht mal die Note „sehr gut“ erhielten, schnitt sein größerer Verwandter, der Kabeljau, deutlich schlechter ab. Die Notenabzüge haben sich die Produkte überwiegend bei Nachhaltigkeit und Transparenz eingehandelt, so Ökotest. Unter Berufung auf den Meeresbiologen Dr. Rainer Froese, leitender Wissenschaftler am Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel, kritisierte Ökotest insbesondere die beim Kabeljau gängigste Fangmethode der Grundschleppnetzfischerei.

In diesem Kontext bemängelten die Verbraucherschützer, dass auch drei Produkte, „für die Kabeljau mit Grundschleppnetzen aus den überfischten Beständen des Atlantiks gefangen wurde“, das MSC-Siegel für nachhaltige Fischerei trügen.

In zahlreichen Filets fanden sich Spuren von Chlorat, jedoch nur in einem Fall war der Gehalt „leicht erhöht“. Sechs Stichproben wurden auf Mikroplastik untersucht. Im Durchschnitt fanden sich 4.164 Plastikpartikel in der Größe zwischen 6 Mikrometern und 5 Millimetern. Diese können sowohl aus dem Meer stammen als auch im Laufe der Produktionskette aufs Filet gekommen sein, etwa aus der Kleidung im Verarbeitungsbetrieb oder als Abrieb aus der Verpackung.

Beim Alaska-Seelachs vergaben die Tester acht mal die Note „sehr gut“, die Bestnote erhielten die Produkte der Anbieter Penny, Norma, Aldi Nord, Edeka, Zentrale Handesgesellschaft, Kaufland, Netto Marken-Discount und Tegut. Beim Kabeljau schnitten die „Wild Ocean Kabeljau Filets“ (Demeter) mit der Gesamtnote „gut“ am besten ab. Quelle: u.a. Ökotest, Bild: TK-Report (September 2021)

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