Großbäcker: Steigende Kosten belasten Betriebsergebnisse

Prof. Dr. Ulrike Detmers hat auf der Jahrespressekonferenz des Verbands Deutscher Großbäckereien steigende Kosten beklagt. Diese würden „die Betriebsergebnisse jetzt und im schlimmsten Fall auch zukünftig“ belasten, erklärte Detmers, die dem Verband seit 2013 als Präsidentin vorsteht. Die Preise für Weizen und Roggen sind nach Angaben des Verbands im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent (Weizen) und 70 Prozent (Roggen) gestiegen. Sonnenblumen- und Kürbiskerne sowie Leinsamen und Sesam sind um 30 Prozent teurer geworden. Auch Margarine und Obstsorten, insbesondere für Tiefkühlkuchen verwendet, haben preislich gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent zugelegt.

Hauptgründe seien unter anderem klimabedingt schlechte Ernten sowie die kritische Bewertung von bestimmten chinesischen Einfuhren. Die Preisentwicklung nach oben werde sich aller Voraussicht nach fortsetzen, resümierte Detmers, die zudem auf die gestiegenen Kosten für Energie, Kartonagen, Folien, Etiketten und Logistik verwies.

Detmers, die auch Mitinhaberin des Backwarenkonzern Mestemacher ist, hob auf der Jahrespressekonferenz in Gütersloh hervor, dass die Hersteller von Brot und Backwaren trotz schwieriger Aufgaben die Kundenzufriedenheit nicht aus den Augen verlieren. Die Brotvielfalt der deutschen Handwerks- und Großbäckereien müsse weiter gefördert werden, so Detmers. „Jedoch werden die Herausforderungen jetzt und zukünftig allen Akteuren der Branche viele gute Entscheidungen abverlangen.“

Das Bild zeigt die Präsidentin des Verbandes Deutscher Großbäckereien e.V., Frau Prof. Dr. Ulrike Detmers zusammen mit dem Hauptgeschäftsführer Armin Juncker. Quelle & Bild: Verband Deutscher Großbäckereien (November 2021)

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