Fangquoten 2022: Weniger Rotbarsch, Seelachs und Kabeljau

Die Fischereiminister der Europäischen Union haben sich auf neue Gesamtfangmengen (TACs) für die Fischbestände im Atlantik, in der Nordsee, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer geeinigt, meldet der Deutsche Fischerei-Verband (DFV). „Schmerzhaft für die deutsche Fischerei sind die deutlichen Absenkungen beim Rotbarsch und beim Seelachs“, kommentiert Claus Ubl vom DFV. So liege die Quotenabsenkung beim Rotbarsch für die deutsche Fischerei bei ingesamt 33 Prozent. Beim Seelachs (Foto) folgte die Kommission der Empfehlung des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) und senkte die Gesamtfangmenge um 25 Prozent. Beim Nordseekabeljau wurde eine leichte Reduzierung der Fangquote um 2 Prozent beschlossen.

Beim Europäischen Aal verlängerten die Minister die bisher geltenden Maßnahmen. Demnach wird es auch im kommenden Jahr eine dreimonatige Schonzeit geben. Um eine bestmögliche Bewirtschaftung dieses Bestandes zu erzielen, möchte die Kommission im nächsten Jahr Konsultationen mit den Mitgliedstaaten und Interessengruppen beginnen.

Für jene Bestände, die die EU gemeinsam mit Großbritannien bewirtschaftet, gab es noch keine Einigung. Auch bezüglich der Fischerei um Spitzbergen gab es noch keinen tragfähigen Kompromiss mit Norwegen. Norwegen hatte hier unter Betonung seiner Hoheitsansprüche über die Region die Kabeljauquote der EU im laufenden Jahr einseitig deutlich gesenkt. Sollte die EU die Rechte der EU-Bürger nicht verteidigen, drohen dauerhafte Verluste von Fangrechten im Gesamtwert von mehreren hundert Millionen Euro pro Jahr, warnt der DFV. Auch bezüglich der aus 2021 noch ausstehenden 5.000 Tonnen Kabeljauquote der EU um Spitzbergen wurde keine Einigung erzielt. Quelle: Fischmagazin Bild: Shutterstock (Dezember 2021)

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