Dr. Oetker hält Umsatzniveau und erwartet „signifikante Kostensteigerungen“

Die Nahrungsmittelunternehmen von Dr. Oetker erzielten im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von rund 3,71 Milliarden Euro und lagen damit auf dem Umsatzniveau des Vorjahres. „Es ist uns erfreulicher Weise gelungen, den Umsatz des für uns besonderen Jahres 2020, in dem Dr. Oetker organisch um 11 Prozent gewachsen ist, auch 2021 wieder zu erwirtschaften“, sagte Dr. Albert Christmann, Vorsitzender der Internationalen Geschäftsführung von Dr. Oetker, anlässlich der Veröffentlichung der Jahreskennzahlen.

„Insbesondere die Beschaffungs- und Logistiksituation forderte uns – und wird uns mit Blick auf die Folgen des Kriegs in der Ukraine auch weiterhin erheblich und leider stark zunehmend belasten“, so Christmann weiter. 

Die Region Deutschland erzielte 2021 Umsätze über dem Niveau des Vorjahres. Dabei profitierte Dr. Oetker nach eigenen Angaben von den erfolgreichen Innovationen, wodurch die insgesamt nur schleppende Erholung des Professional-Geschäfts mehr als kompensiert wurde. In der Kategorie Pizza konnte das Sortiment La Mia Grande weiterhin wachsende Umsätze und Marktanteile verzeichnen. Darüber hinaus erfolgte eine Reihe neuer Produkteinführungen auf den internationalen Märkten. Dazu gehören La Mia Pinsa und The Good Baker, eine vegetarische Pizza in mehreren Sorten mit optimierten Nährwertprofilen.

Coppenrath & Wiese mit leichtem Minus

Die Conditorei Coppenrath & Wiese verzeichnete im Jahr 2021 einen leichten Rückgang ihrer Umsatzerlöse um 2 Prozent. Während das Handelsmarkengeschäft in Deutschland weiter zurückging, verlief das Markengeschäft, vor allem infolge der positiven Entwicklung des strategischen Segments Blechkuchen sowie der Torten, erfreulich und entwickelte sich positiv. Das von Corona negativ betroffene Tortengeschäft erholte sich und erreichte das Vor-Corona-Niveau. Im Geschäft mit Großbritannien sind die Bedingungen weiter schwierig. Aufgrund der Post-Brexit-Situation und des weiterhin ungünstigen Wechselkurses des britischen Pfunds zum Euro blieb das Geschäft unter dem Umsatzniveau des Vorjahres, erläuterte Dr. Oetker. 

Die Investitionen bei Dr. Oetker und der Conditorei Coppenrath & Wiese lagen im Jahr 2021 mit 136 Mio. Euro (Vorjahr: 156 Mio. Euro). Wesentliche Projekte, die im vergangenen Jahr fertiggestellt wurden, betreffen zwei neue Fertigungslinien an den Pizzastandorten in Wittlich und Lebcz (Polen), ein neues Versandlager am Standort Leyland in Großbritannien sowie verschiedene Investitionen in die Prozessautomatisierung, etwa im Bielefelder Werk. Die Conditorei Coppenrath & Wiese hat zur Fortsetzung des Kapazitätsausbaus ebenfalls im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in den Neubau eines Hochregallagers getätigt. Damit konnte das Unternehmen die Lagerkapazitäten am Standort Atter um 20.000 Stellplätze erweitern.

Aussicht auf 2022

„Die beiden Unternehmen Dr. Oetker und Conditorei Coppenrath & Wiese halten trotz der erheblichen Unsicherheiten, der prozentual hoch zweistellig wachsenden Kosten von Rohwaren aufgrund diverser Engpässe, die es zudem zu meistern gilt, und einer ähnlichen Entwicklung bei Verpackungsmaterialien, Transportleistungen sowie Energie an ihren mittelfristigen Planungen fest“, erklärte Dr. Oetker. Für 2022 stellen die beiden Unternehmen einen Gesamtumsatz leicht über dem des abgelaufenen Geschäftsjahres in Aussicht. 

Allerdings erwarten sie als Folge des Krieges in der Ukraine und der durch die Corona-Pandemie verursachten Verwerfungen in den globalen Lieferketten „signifikante Kostensteigerungen“, die zu „Preiserhöhungen und Maßnahmen zu Kosteneinsparungen zwingen“. Quelle & Bild: Dr. Oetker (Juni 2022)

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