Umsatz von Fischindustrie und Fischgroßhandel geht 2021 um 4 Prozent zurück

Im Corona-Pandemiejahr 2021 konnten die Unternehmen der Fischindustrie, bezogen sowohl auf den Absatz als auch auf den Umsatz von Fisch und Seafood, nicht an das Niveau des Jahres 2020 anknüpfen. Dies teilte Dr. Matthias Keller (Foto), Geschäftführer vom Bundesverband Fisch, anlässlich der Veröffentlichung des Geschäftsberichtes für das Jahr 2021 mit. Die Unternehmen des Ernährungsgewerbes, deren Tätigkeitsschwerpunkt die Herstellung von Lebensmitteln auf Basis von Fischereierzeugnissen und Meeresfrüchten ist, haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2021 einen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro erzielt, was einem Rückgang von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Erwartungsgemäß hat sich die Nachfrage für Fisch und Meeresfrüchte im zweiten Corona-Pandemiejahr nach einem extrem starken ersten Corona-Pandemiejahr schwächer entwickelt. Die Branche erwartet, dass die Gesamtnachfrage wieder auf das Verbrauchsniveau vor Corona zurückfallen wird. Der weiterhin eingeschränkte Außer-Haus-Markt und eine damit einhergehende schwächere Nachfrage sowie strenge Hygienemaßnahmen und teilweise hohe Krankenstände hatten unmittelbar negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit. Gleichzeitig war die gesamte Branche mit steigenden Rohstoff- und Energiepreisen sowie Materialmangel, Verzögerungen und exorbitant hohen Kosten in der Logistik konfrontiert. Insbesondere die hohe Abhängigkeit von internationalen Lieferketten stellte die Unternehmen vor nicht enden wollende Anpassungsprozesse und höhere Kosten, die nicht in gleichem Ausmaß und auch nur mit Verzögerung an die Endverbraucher weitergegeben werden konnten. Quelle & Bild: Bundesverband Fisch (Juni 2022)

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