Ernährungsreport: Nachhaltigkeitsthemen sind Verbraucher:innen wichtig

Klima- und Umweltaspekte spielen für die meisten Menschen eine zentrale Rolle beim Einkauf von Lebensmitteln. Das geht aus dem Ernährungsreport 2022 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hervor, für den jedes Jahr in einer repräsentativen Umfrage die Ess- und Einkaufsgewohnheiten der Deutschen von Forsa abgefragt werden. Die deutliche Mehrheit der Befragten gab zudem an, dass sie eine Tierhaltungskennzeichnung für wichtig (34 %) bzw. sehr wichtig (53 %) erachtet. Für die staatliche verbindliche Kennzeichnung hat Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir kürzlich die Eckpunkte vorgestellt.

Der Anteil derer, die vegetarische bzw. vegane Alternativen aufgrund des Schutzes von Tieren, Umwelt und Klima kaufen, ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (2022: 47 Prozent, 2021: 43 Prozent). Auch bei der Motivation, ein Produkt aus Umwelt- und Klimaschutzgründen zu kaufen, ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen (2021: 54 %; 2022: 64 %). Gleichzeitig geht der tägliche Konsum von Fleisch und Wurst zurück, nur noch 25 Prozent der Befragten isst diese Produkte täglich (2015: 34 %).

Die Kenntnis über Alternativen zu tierischen Produkten ist groß: Fast alle Befragten (96 Prozent) kennen Produkte auf Basis von Soja, Alternativen auf Basis von Getreide sind 88 Prozent der Befragten bekannt, bei Alternativen auf Basis von Hülsenfrüchten liegt die Bekanntheit bei 84 Prozent. Dabei gilt: Frauen und Jüngere kennen diese Produkte häufiger als Männer und Ältere.

71 Prozent der Befragten und damit deutlich mehr als noch im vergangenen Jahr (44 %) geben an, dass sie die Nährwertkennzeichnung Nutri-Score beim Einkauf schon einmal auf einer Produktpackung wahrgenommen haben. Vor allem bei den bis zu 44-Jährigen ist der Anteil hoch (82 %). 31 Prozent der Befragten und damit ähnlich viele wie in der vergangenen Befragung haben Produkte innerhalb einer Produktgruppe anhand des Nutri-Score miteinander verglichen. Bei 38 Prozent hat der Nutri-Score die Kaufentscheidung schon einmal beeinflusst. Den Download-Link für den kompletten Ernährungsreport finden Sie hier. Quelle & Bild: BMEL (Juli 2022)

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