GfK: Deutsche kaufen weiter nachhaltig ein

Verbraucher in Deutschland kaufen weiter nachhaltig ein – Inflation und drohender Energiekrise zum Trotz. Das zeigt der neue GfK Nachhaltigkeitsindex für Juli 2022. Er liegt bei 39,2 im Vergleich zu 39,7 im April. Dennoch lassen sich Veränderungen im Verbraucherverhalten feststellen, insbesondere im Lebensmittelbereich. Während es beispielsweise bei Hausgeräten einen klaren Trend zu energieeffizienten Geräten gibt, ist der Anteil der Menschen, der im letzten Monat Lebensmittel unter Nachhaltigkeitsaspekten gekauft hat, von 72 auf 66 Prozent gesunken. 

Bio-Produkte liegen dabei nach wie vor im Trend. Während der Umsatz im FMCG-Gesamtmarkt im 1. Halbjahr 2022 um 2,8 Prozent rückläufig war, war der Umsatz mit Bioprodukten im Vergleich zum Vorjahr stabil. Aktuell kaufen die Konsumenten Bioprodukte allerdings lieber günstiger im Discounter oder von Handelsmarken, so die Analyse der GfK. Der Anteil der Konsumenten, die planen, in den nächsten vier Wochen nachhaltig zu kaufen, geht leicht von 68 auf 64 Prozent zurück. „Vor allem Menschen mit niedrigem Einkommen halten sich hier eher zurück. Das war im Vormonat bereits zu beobachten und überrascht unter den aktuellen Umständen weniger“, sagt Petra Süptitz, Expertin für Nachhaltigkeit und Consumer Insights bei GfK.

Neues Sorgenthema Nummer eins der Deutschen ist die Inflation, 2021 waren es noch Sorgen wegen der Corona-Pandemie. Der Klimawandel bleibt stabil auf Platz zwei der größten Sorgen der Deutschen. 71 Prozent halten den Klimawandel aktuell für ein ernstes Problem, das sind 2 Prozentpunkte mehr als vergangenes Jahr.

Der GfK Nachhaltigkeitsindex umfasst zurückliegende Käufe unter Nachhaltigkeitsaspekten, geplante Käufe sowie die Bereitschaft, für nachhaltige Produkte einen höheren Preis zu bezahlen. Dafür befragt GfK alle drei Monate eine repräsentative Gruppe von rund 1.000 Konsumenten in Deutschland. Quelle: GfK Bild: Shutterstock (August 2022)

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