Barentssee: 20 Prozent weniger Kabeljau für 2023

Die Kabeljaufangquote für die Barentssee für das Jahr 2023 soll um 20 Prozent niedriger angesetzt werden als im laufenden Jahr, empfiehlt eine norwegisch-russische Forschungsgruppe. Es wäre die niedrigste Fangmenge für den Kabeljau seit 2009, schreibt IntraFish. Die Wissenschaftler schätzen, dass sich der Laicherbestand des Kabeljaus auf rund 800.000 t belaufe, der niedrigste Wert seit 2008. Zwischenzeitlich hatte der Fisch einige gute Jahre, wobei der historische Höchstwert 2013 mit 2,3 Mio. t erreicht worden war.

Angesichts dessen empfehlen die Forscher eine Fangmenge von nicht mehr als 566.784 t. Schon im vergangenen Jahr hatte die Absenkung 20 Prozent betragen. Eine noch weitergehende Quotenkürzung Jahr auf Jahr sei nicht zulässig, um eine gewisse Stabilität für die Fischer zu gewährleisten, erklärt Bjarte Bogstad, der beim Norwegischen Institut für Meeresforschung verantwortlich ist für den nordostarktischen Kabeljau. Seit 2013 habe der dortige Kabeljaubestand kontinuierlich abgenommen. Dennoch betonte Bogstad, dass der Kabeljau in der Barentssee weiterhin ein großer und wichtiger Bestand sei, aber die Bedingungen seien nicht mehr „phantastisch“. Quelle: Fischmagazin Bild: Shutterstock (September 2022)

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