Markenverband: Erheblicher Preisanstieg auch bei Handelsmarken

Der Markenverband fordert Industrie und Handel in einem „offenen Brief“ auf, im Konflikt um notwendige Preisanpassung bei Konditionen und Rahmenbedingungen zu lösungsorientierten und faktenbasierten Gesprächen zurückzufinden. Der Vorwurf von Teilen des Handels, die Industrie sei der Inflationstreiber, widerspreche eklatant den Tatsachen, so der Markenverband: „Wir haben den Zeitraum seit März 2022 betrachtet und stellen einen erheblichen Preisanstieg auch bei Handelsmarken fest“, heißt es. „Er dürfte den wirtschaftlichen Notwendigkeiten geschuldet sein. Die Preissteigerung der Handelsmarken liegt allerdings kontinuierlich über derjenigen von Markenartikeln.“

Das Phänomen ließe sich nicht nur in Deutschland beobachten, sondern auch in den wesentlichen anderen westeuropäischen Ländern. Bemerkenswert sei aber doch, dass die Differenz in Deutschland noch einmal deutlich stärker ausfalle als in Frankreich, Italien oder Spanien, betonte der Verband.

Der beispiellose Anstieg der Kosten für Rohmaterial, Verpackung, Energie, Transport und Personal stelle Industrie und Handel seit Wochen gleichermaßen vor Herausforderungen. Der Markenverband erklärte, er beobachte besorgt, dass sich die Konfrontation zwischen Industrie und Handel, wie notwendige Preisanpassungen aufgrund von Kostensteigerungen verteilt werden müssen, zunehmend verschärfe und der Ton rauer werde.

„Um tragfähige Lösungen im Rahmen der Kostenexplosion zu finden, bedarf es eines fairen und partnerschaftlichen Austauschs. Öffentliche Schuldzuweisungen und Polemik helfen uns nicht weiter“, so Christian Köhler, Hauptgeschäftsführer des Markenverbands. Quelle: Markenverband Bild: TK-Report (November 2022)

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