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Aktuelle Ausgabe (11/2019)

Das Kreuz mit dem Grün

„100 Jahre geballte Ernährungskompetenz“, so das Motto des Veranstalters Koelnmesse, manifestierten sich auf der Jubiläums-Anuga in jeder noch so kleinen Nische. Einen großen, spürbaren Sprung hat die Lebensmittelbranche vor allem innerhalb der letzten zwei Jahre seit der Anuga 2017 gemacht: „Grüne“ Themen schwangen bei beinahe jedem unserer Standgespräche wie selbstverständlich mit. Ob vegan und vegetarisch, Bio, CO2-Einsparung bei der Produktion, plastikfreie Verpackung, Clean Label oder Einhaltung sozialer Standards über die gesamte Lieferkette – nachhaltiges Wirtschaften in all seinen Facetten begegnete uns auf Schritt und Tritt.

Der Handel hat diese Themen als Profilierungsfelder entdeckt und übt sanften Druck aus auf die Hersteller. Während die Lebensmittelindustrie sich offen zeigt, diesen Weg mitzugehen, haben andere Akteure Schwierigkeiten, mit den neuen Anforderungen Schritt zu halten. Viele Landwirte fühlen sich überfordert, ihren Beitrag für Gewässer-, Arten- und Tierschutz zu erbringen und gleichzeitig zu konkurrenzfähigen Preisen zu produzieren. In ihrer Hilflosigkeit stellen sie grüne Protestkreuze auf den Äckern auf. Runde Tische mögen da zur Verständigung mit der Politik helfen, doch das Problem liegt tiefer: Erst wenn Verbraucher und Handel nicht nur eine grüne Anspruchshaltung an den Tag legen, sondern auch bereit sind, für nachhaltig produzierte Produkte tiefer in die Tasche zu greifen, stehen wir wirklich vor einem echten Paradigmenwechsel in der Lebensmittelherstellung.

Was die Anuga sonst noch zu bieten hatte – den Mega-Trend Snacking, Ethno-Food, bedarfsgerechte Portionierungen, Healthy Food, Fingerfood, handwerklich-authentische Premium-Qualitäten, noch mehr praktische Convenience uvm. – erfahren Sie in unserem vorderen Heftteil. Im zweiten Teil dieser Ausgabe greifen wir das oben angerissene Thema wieder auf und vertiefen das Feld Nachhaltigkeit, Corporate Responsibility und Umwelt. Eine systematische Einführung in die drei Säulen der Nachhaltigkeit klärt zunächst die theoretischen Grundlagen, die wir dann in Interviews und Best-Practice-Beispielen aus der Tiefkühlbranche mit Leben füllen.

Inhaltsverzeichnis

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10/2019

Stimmungstrübung? Anuga bringt Schub!

„Die Briten müssen sich darauf einstellen, künftig mehr Tiefgefrorenes zu essen“, prophezeit Logistik-Professor Christian Kille von der FH Würzburg-Schweinfurt als Folge eines No-Deal-Brexits – des stockenden Frischenachschubs wegen. Da könnte man dem Ausstieg Großbritanniens aus der EU ja glatt noch etwas Positives abgewinnen. Doch Spaß beiseite: Mit dem Brexit – ob Ende Oktober oder doch zu einem späteren Zeitpunkt – werden Populismus, Nationalismus und Protektionismus der neuen globalen Antiaufklärungsbewegung erstmals in Westeuropa massiv in praktische Politik umgesetzt. Denkt man die Trumpschen Abschottungsbestrebungen dazu, verlassen gerade die beiden größten Demokratien der westlichen Welt den Pfad des Multilateralismus – mit noch nicht absehbaren Auswirkungen für die Weltwirtschaft, die auch die Tiefkühlbranche einholen könnten.

Auch die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie spricht in ihrer Halbjahresbilanz für 2019 die Unwägbarkeiten des Brexits und weiterer politischer Weichenstellungen an, vermeldet aber – und das ist die gute Nachricht – verhalten positive Zahlen. Dem schließt sich das dti mit seiner Prognose für die Tiefkühlbranche an: Der Konsum von TK-Produkten soll 2019 auf den Rekordwert von 47 kg pro Kopf wachsen. Und zusätzlich liegt die Hoffnung der Branche natürlich darin, dass die Anuga als Leitmesse die gesamten Lebensmittelwirtschaft den Turbo für gute Geschäftsentwicklungen zündet.

Welche Innovationen die TK-Hersteller im Messegepäck haben und auf welche Trends sie damit reagieren, zeigen wir – wie schon in der September-Ausgabe – in unserem Vorab-Rundgang über die Messe. Ob italienische Pasta-Kunstwerke, Pizza-Donuts, Veggie-Nuggets auf Reisbasis, Gnocchi aus Blumenkohl, Leberkäs-Brezeln, Gemüse-Snacks aus Hanf, zuckerreduziertes Proteineis, nachhaltiges und convenientes Wildfleisch, warme Kartoffelchips oder authentisches Ethno-Food aus allen Teilen der Welt – das Tiefkühlspektrum wird immer bunter, kreativer, internationaler, authentischer und qualitativ hochwertiger. Facheinkäufern, die sich davon selbst ein Bild machen wollen, bietet das dti in Zusammenarbeit mit der Anuga und Nutrimarketing erstmals eine Guided Tour zu den Highlights der Anuga Frozen Food an.

Wir sehen uns auf dem Kölner Messegelände, vornehmlich in Halle 4. Und natürlich können Sie uns auch bei der Verleihung des Tiefkühl-Stars im Kongresszentrum Ost via Eingang West Kristallsaal am 7. Oktober ab 17.45 Uhr treffen.

9/2019

Lebensmittel im Fokus

Fünf kleine Buchstaben elektrisieren in diesem Herbst eine riesengroße Branche: Anuga. Die Leitmesse in der Welt der Lebensmittel und Getränke bündelt nicht nur wieder 10 Einzelmessen, sondern sie steht in diesem Jahr unter dem schlichten Motto 100. Das Jahrhundertjubiläum zeugt von der gewaltigen Bedeutung und Tradition der Kölner Food-Messe, wird aber weniger Anlass zu rühriger Rückschau geben, sondern vielmehr als Aufforderung zu verstehen sein, den Weg in die kommenden Decennien zu weisen.

Coole Neuheiten präsentieren, Kontakte knüpfen und pflegen, Geschäftsbeziehungen aufbauen und ausbauen – diesen klassischen Messetätigkeiten wird die Tiefkühlbranche wieder vornehmlich in der Halle 4, der Heimat der Anuga Frozen Food nachgehen. Auch das Team vom TK-Report schwärmt dort aus und freut sich, möglichst viele von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, zu treffen und zu sprechen.

Stets fungiert die Anuga auch als zuverlässiges Trendbarometer: Was weltweit jetzt schon oder erst zukünftig auf die Teller kommt, kann in Köln bestaunt werden. Die Koelnmesse hat vor dieser Ausgabe 11 Trends formuliert, die eine zentrale Rolle spielen werden. Zu ihnen zählen Themen wie Halal und Koscher, bio, gentechnikfrei und free from, Herkunftszertifizierung und Fairtrade, die allesamt in eine Richtung deuten: Ernährung wird zunehmend stärker in einen politischen, gesellschaftlichen und globalen Gesamtkontext eingebettet und nicht mehr nur singulär betrachtet. Klimaschutz, soziale Verantwortung, Tierwohl und Gesundheitsbewusstsein lassen immer mehr Menschen einen Bogen um bestimmte Nahrungsmittel und Inhaltsstoffe machen. 

Wie ausgeprägt beispielsweise die Neigung unserer westlichen Nachbarn ist, beim Fleischkauf auf nachhaltig produzierte Ware zu achten, davon konnte sich die Redaktion von TK-Report auf einer Dienstreise in die Niederlande zu Luiten Food und Vitelco im Juni überzeugen. Ohne Beter-Leven-Zertifizierung, ein Siegel, das der unabhängige niederländische Tierschutzbund Dierenbescherming vergibt, geht dort im LEH kaum noch etwas. Auf die Frage, wo denn unser staatliches Tierwohlsiegel bleibe, konnten wir nur betreten mit den Schultern zucken. Die Reportage über den Wild-, Rind- und Lammimporteur Luiten lesen Sie in diesem Heft, den Kalbfleischproduzenten Vitelco beleuchten wir in der Oktoberausgabe.

7-8/2019

Leidenschaft! Das war das meistbenutzte Wort des dti- Vorsitzenden Bernd Stark auf der diesjährigen Tiefkühltagung in München. Leidenschaft für Tiefkühlprodukte, für das, was die Branche täglich umtreibt, Leidenschaft für das sinnliche Erlebnis Essen. Worum es Bernd Stark geht, ist glasklar: Den so sachlich und freudlos klin- genden Begriff Tiefkühlkost will er verbannen, die TK- Kernbotschaften emotional stärker aufladen. Denn das Thema Food bewegt unsere ganze Gesellschaft, es kre- iert Mega-Trends, Zustimmung und Ablehnung – und ist doch vor allem positiv besetzt. Dass TK ein wichtiger Teil dieses täglichen Hypes um unser Essen ist – und keinesfalls nur rein ‚technische‘ Konservierungsmethode –, sollte von uns allen in der Branche Tätigen permanent nach außen kommuniziert werden.

Wie eine solche positiv-emotionale Aufladung aussehen kann, zeigte unser Besuch bei der Lebenshilfe Worms: Küchenleiter Andreas Hess schickt Teile seiner frisch zubereiteten Gerichte in den „Kälteschlaf“, um perfekt planen und kalkulieren zu können. Überhänge werden nicht entsorgt, sondern im Schockkühler gefrostet, ein- gelagert, im Warenwirtschaftssystem eingespeist und beim nächsten Bestellvorgang – tiefkühlfrisch – berück- sichtigt. Im übrigen ein perfektes System gegen Food- waste, ein großes Thema, das unsere Gesellschaft gerade umtreibt.

„Frei von“ ist ein weiteres Themenfeld, mit dem derzeit in der Lebensmittelwirtschaft gepunktet werden kann. Ob fleischfrei, tierfrei, zusatzstofffrei, zuckerfrei oder glutenfrei – Produkte mit diesen Eigenschaften genießen derzeit eine hohe emotionale Aufladung, da sie für be- wussten, gesundheitsorientierten und nachhaltigen Ge- nuss stehen. Übrigens ein Paradebeispiel dafür, wie man eine Kategorie positiv neu besetzt: Von Verzicht spricht bei free from längst keiner mehr. Mit unserer Sonderedi- tion free from – Das Magazin für gesündere Lebensmittel geben wir einen ausführlichen Überblick zu Produkten, die was „ohne“ machen – wir haben es für Sie dieser Aus- gabe beigelegt.

Mit der vorliegenden Ausgabe verabschieden wir uns in die Sommerpause. Die nächste Ausgabe von TK-Report erscheint Anfang September und blickt dann schon auf das große Highlight dieses Jahres voraus: die Anuga in Köln. Bis dahin wünschen wir Ihnen eine sonnige und erholsame Ferienzeit.

free from – 8 x Wissen über alternative Lebensmittel 2019

free from – 8 x Wissen über alternative Lebensmittel 2019

Du bist, was du isst
Free from – sich frei machen von gesundheitsschädlicher und ökologisch bedenklicher Ernährung, sich befreien vom schlechten Gewissen, sich zurückbesinnen auf das naturbelassene Produkt – beinhaltet viele Aspekte. Wir stellen sie vor.

Ein neues Bewusstsein bricht sich Bahn: Die Fridays-for-Future-Bewegung und der erdrutschartige Anstieg der grünen Wählerstimmen bei der Europawahl haben konsternierte Volksparteien zurück gelassen – entlang des Klimawandels als Trennlinie wird offensichtlich ein neuer Generationenkonflikt sichtbar. Und der schlägt sich primär bei den Jüngeren in einem neuen Konsumverhalten nieder, das die Dimensionen Gesundheit, Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung stets im Blick behält.

Bereits 2007 hat das Zukunftsinstitut aus Frankfurt dieser Entwicklung den Namen LOHAS gegeben: Lifestyles of Health and Sustainability. Essen wird bei diesem Lebensstil unter das Brennglas von Nachhaltigkeits- und moralischen Kriterien gerückt, ist aber zugleich auch Ausdruck von Individualität – du bist, was du isst. Der Verzicht auf das als „Klimakiller“ geltende Fleisch hat jedoch nicht ausschließlich weltanschauliche Gründe, sondern spiegelt auch die neue Lust am vegetarischen und veganen Genuss wider. Die zunehmende Zahl an Flexitariern hat diese beiden Megatrends längst aus der Öko-Ecke gezerrt und in der Mitte der Gesellschaft fest verankert. Wer das immer noch nicht glaubt, sollte einmal bei Lidl nachfragen: Der vegetarische Burger vom US-Börsendurchstarter Beyond Meat wurde dem Discounter in gleich zwei Aktionsverkäufen geradezu aus den Händen gerissen.

Wir haben in der vorliegenden Ausgabe von free from – 8 x Wissen über alternative Lebensmittel das Themenfeld mit einer Fülle von Fakten und Hintergründen in acht Kategorien für Sie übersichtlich aufbereitet: vegetarisch, vegan, Fleischalternativen, zuckerfrei bzw. -reduziert, salzreduziert, frei von Zusatzstoffen, gluten- und laktosefrei. Wir haben u.a. Godo Röben von der Rügenwalder Mühle zum Thema Fleischersatz befragt, die Ern.hrungswissenschaftlerin Antje Hebestreit zum Zuckerkonsum von Kindern und die Veganer-Ikone Melanie Joy zum Karnismus. Und wir haben für Sie eine große Anzahl von Produkten zusammengetragen, die auch‚ frei von‘ für vollen Genuss stehen.

free from – 8 x Wissen über alternative Lebensmittel: ab August auch an jedem gut sortierten Bahnhofskiosk erhältlich.

5-6/2019

Der Markt für Tiefkühlkost stagniert. Könnte man meinen. 46,3 Kilo Tiefgekühltes verzehrten die Deutschen 2018 pro Kopf, verrät die aktuelle dti-Absatzstatistik, genauso viel wie 2017. Erstmals seit ewigen Zeiten wuchs dieser Wert nicht. Doch mehr TK wurde trotzdem konsumiert: 2017 bildeten die Basis dieser Erhebung 80,6 Millionen Einwohner, 2018 eine auf 81,4 Millionen gewachsene Bevölkerung. Der Durchschnittsverbrauch pro Haushalt steigerte sich von 92,8 auf 93,4 Kilo, der Absatz von Tiefkühlprodukten wuchs um 1,0 Prozent gegenüber 2017.

Also alle wieder setzen, TK bleibt ein Gewinnerthema. Vor allem im Außerhausmarkt, der 2016 den LEH in der Absatzmenge überholte und mit einem Plus von 1,8 Prozent auch 2018 stärker wuchs als der TK-Absatz im Einzelhandel. Die Gastronomen schätzen mittlerweile wie die Konsumenten zu Hause die „Pluspunkte für Minusgrade“, die das dti nicht müde wird zu wiederholen: Haltbarmachung ohne Konservierungsstoffe, knackige (Tiefkühl-)frische, Arbeitserleichterung, Erhalt des Geschmacks, Kalkulationssicherheit und Abfallvermeidung.

„Tiefkühlprodukte geben eine gute Antwort auf das Thema Lebensmittelverschwendung“, preist Dorothee Reiering-Böggemann, Marketingleiterin bei Coppenrath & Wiese, ebenfalls
die Vorteile von Tiefkühlkost. Wir haben die TK-Conditorei in Mettingen besucht und im großen Interview die Herausforderungen des wachsenden Marktes für TK-Backwaren zwischen traditionellem deutschen Backhandwerk, aktuellen Trends und internationalen Impulsen ausgelotet.

Mit Frosta schauten wir bei einer weiteren Branchengröße in Hamburg vorbei. Zusätzlich zu den bei TK nicht benötigten Konservierungsstoffen hat das Unternehmen im Rahmen seines „Reinheitsgebotes“ auch alle weiteren Zusatzstoffe konsequent aus seinen Produkten verbannt. Mit Konzepten für jüngere Zielgruppen will Frosta TK insgesamt interessanter machen und dadurch Kategoriewachstum erreichen, verriet uns Marketingdirektor Torsten Matthias.

Frosta zählt zu den Hybridherstellern, die neben der Eigenmarke auch Handelsmarken produzieren. Wie man Marke und Handelsmarke am Markt möglichst autonom steuert, ohne auf Synergien des gemeinsamen Geschäfts zu verzichten, schildert uns Handelsmarkenexperte Dr. Werner Motyka von Munich Strategy. Eine Vorschau auf die PLMA in Amsterdam rundet unseren Blick in die Welt der Handelsmarken ab.

04/2019

Individualisierung und Vereinsamung führen zu einer zunehmenden Verrohung der Gesellschaft, berichtete das Nachrichtenmagazin Der Spiegel jüngst in seiner Titelgeschichte „Tierisch wütend“. Soziale Kontakte und Gemeinschaftserlebnisse sind dagegen der Kit, der unsere Zivilgesellschaft im Inneren zusammenhält. Das gemeinsame Essen, ob zu Hause oder außer Haus, kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Dass gerade die jüngere Generation zunehmend häufig auswärts essen geht, ist ein Hoffnungsschimmer. Das Wachstum in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung bei gleichzeitigem Fachkräftemangel führt zugleich zu einer immer rasanteren Nachfrage nach hochconvenienten Produktlösungen. Statt nur Ideen zur Produktpräsentation geben die Hersteller den Profianwendern mittlerweile komplette Food-Konzepte rund um ihr Produkt an die Hand, die den Köchen aber immer noch Spielraum für individuelle Noten lassen.

Das zeigte sich auch auf der Internorga in Hamburg. Das Thema Fachkräftemangel und der damit weiterhin starke Trend zu immer mehr Convenience war auf der Messe spürbar – von Produkten, die gelingsicher zubereitet werden können bis zu portionsgerechten Häppchen, die direkt nach dem Auftauen servierfertig und bereits passend angerichtet sind. Köche, Bäcker, Konditoren, Lieferanten und Großhändler konnten sich auf der Messe von der Leistungsfähigkeit der Nahrungsmittelindustrie überzeugen – und natürlich waren auch zahlreiche Vertreter der Tiefkühlbranche dabei.

Auch beim Thema Fisch rückt die Nachfrage nach convenienten Produkten immer stärker in den Fokus, wie nicht zuletzt der 5. Fischwirtschafts-Gipfel in Hamburg zeigte. Dieser vom Fisch-Magazin initiierte Branchentreffpunkt erlebte im März in Hamburg mit 375 Teilnehmern ein neues Allzeithoch. Das Thema Nachhaltigkeit bei Fisch bleibt ein Dauerbrenner, wie unser Rückblick auf die Veranstaltung zeigt, aber auch für das Thema Fisch auf dem Grill sieht der Handel Potenzial. Das führt uns zu unserem großen Forum Grillen, mit dem wir die Saison rund um den heißen Rost eröffnen. Hochwertige Fleischprodukte liegen hier weiter im Trend, schildert uns Dirk Alberts vom Grill-Kontor Hamburg im Interview. Für nachhaltig aufgezogene, langsam wachsende Rassen interessieren sich immer mehr Verbraucher – die Konkretisierung der Kriterien des Staatlichen Tierwohlkennzeichens durch das BMEL kommt da gerade recht, um dieser Entwicklung weiter Wind in die Segel zu blasen.

03/2019

Nach Schätzungen der GfK ist für 2018 von einem Außerhaus-Umsatzwachstum in Höhe von knapp sechs Prozent auszugehen. Die Gastronomie bleibt also der Gewinner des gesellschaftlichen und demographischen Wandels, ihre Leistungsschau ist die Internorga in Hamburg. Wir widmen der „Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt“ wieder eine umfangreiche Vorschau und berichten, welche neuen tiefgekühlten Produkte, Trends und Ideen dort dem Profipublikum vorgestellt werden. Rund 30 TK-Anbieter verrieten uns vorab, was sie in ihrem Messegepäck haben – von friesischen Tapas über Rettangoli mit Zackenbarsch bis hin zu Insektenburgern.

Die Food-Trends der Zukunft zeigt auch die Untersuchung „Food-Zoom“, deren Ergebnisse wir im Fachteil ebenfalls vorstellen. Ein Land mit langer Streetfood-Tradition ist Mexiko. Die Vielfältigkeit der mexikanischen Küchen präsentieren wir in unserer Reihe Internationale Küchen. Außerdem stellen wir das verhaltensökonomische Konzept Nudging, das leichte „Anstupsen“ des Gastes in Richtung gesunde Kost, vor. Neue Forschungsergebnisse zu diesem Thema gibt eine Studie der Universität Zürich wieder, die Sie im großen Außerhausmarkt-Forum in dieser Ausgabe finden.

Healthy Hedonism, gesundes Essen, das Spaß macht ohne Verzicht, ist ein Megatrend nicht nur im Außerhausmarkt, sondern auch beim Thema Eis. Speiseeis war im letzten Jahr DER Wachstumstreiber im Tiefkühlmarkt mit zweistelligem Umsatzplus. Natürlich kann die Kategorie als Hauptprofiteur des heißen Sommers gelten, aber auch im Herbst und Winter performten die süßen Erfrischungen stark – Speiseeis hat sich auf den Weg vom Saison- zum Ganzjahresprodukt gemacht. Daher blickt die Kategorie wie kaum eine andere optimistisch in die Zukunft: Nicht zuletzt die vielen kleinen Eis-Start-ups haben die Themen Vegan, Nachhaltigkeit und Kalorienreduktion fest in der Eisbranche verankert – längst kommen auch die Marktführer nicht mehr ohne vegane Angebote aus.

Wie man den süßen Schmelz genüßlich schlecken kann, ohne in irgendwelche Ernährungsfallen zu tappen, versucht die Branche gerade unter einen Hut zu bekommen. Zahlreiche Kleinhersteller propagieren Eisgenuss aus ausschließlich natürlichen (Bio-)Zutaten, veganen Milchfettalternativen und Zuckeralternativen wie Reissirup oder Datteln. Als Ergebnis präsentiert sich eine für die Eissaison 2019 extrem breit aufgestellte bunte Branche, deren vielfältigen Neuigkeiten wir in unserem Eismarkt-Forum übersichtlich für Sie aufbereitet haben.

1-2/2019

Muss die einheimische Kartoffel fürchten, von Einwanderern überrannt und in die Bedeutungslosigkeit gedrängt zu werden? Macht die Süßkartoffel unserem beliebten deutschen Grundnahrungsmittel nach der großen Dürre endgültig den Garaus und tritt an seine Stelle? Den besorgten Konsumenten kann Horst-Peter Karos, Präsident des BOGK, im Interview auf Seite 121 beruhigen: „Die Süßkartoffel ist nicht als Konkurrenz zur normalen Kartoffel zu sehen, sondern als zusätzliches Angebot“. Kulinarisch zunächst Fremdes bereichert unsere Esskultur schon lange.

Die Weltoffenheit, die die Lebensmittelbranche insgesamt und damit auch die Tiefkühlwirtschaft an den Tag legt, würde man den Staaten der EU und dem wichtigen Handelspartner USA gerne wünschen. „Es scheint heute modern zu sein, die Errungenschaften des internationalen Handels anzuzweifeln und sich abschotten zu wollen“, merkt Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der BVE, kritisch in seinem Grußwort zu unserem neuen Jahresheft der Lebensmittelwirtschaft an, das dieser Ausgabe beiliegt.

Der Fachkräftemangel in der Gastronomie, der Industrie, im Handel und Transportwesen mahnt uns jedenfalls, dass die Integration ausländischer Arbeitskräfte nicht die schlechteste aller Ideen wäre. Dass die TK-Branche weiter auf die Karte Vielfalt setzt, beweist sie nicht zuletzt im vorliegenden Jahresheft der Tiefkühlwirtschaft, das wie immer durch die Hitparade der erfolgreichsten Neuprodukte des vergangenen Jahres geprägt wird. Über 130 eingesandte Hits belegen die Innovationskraft der Branche, die uns auch 2019 wieder durch das Jahr tragen wird – und die auf den wichtigen Messen wie Biofach (Vorschau in dieser Ausgabe), Internorga und Anuga besonders deutlich zu Tage treten sollte.

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12-2018

Der Hunger nach Lebensmitteln aus der Tiefkühltruhe ist in Deutschland weiter ungestillt. Das dti prognostiziert für das Gesamtjahr 2018 ein leichtes Plus von 0,5 Prozent im Absatz und von 2 Prozent im Umsatz. Damit geht die Klettertour der Branche auch in diesem Jahr weiter: Zwischen 2007 und 2017 nahm der Absatz von TK-Produkten um knapp 19 Prozent zu, mit dem Außerhausmarkt als klarem Wachstumstreiber. Um 32,8 Prozent wuchs in den vergangenen zehn Jahren der Bedarf an arbeitserleichternden Tiefkühlwaren in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung, seit 2016 werden außer Haus sogar größere Mengen an Tiefkühlkost abgesetzt als im Lebensmitteleinzelhandel – das dürfte sich auch 2018 nicht geändert haben.

Ob die schnelle (Salami-)Pizza von der Theke oder gehobene Sternegastronomie: Die Lust der Deutschen auswärts zu essen nimmt zu, in Städten wie Düsseldorf kommen heute über vier Restaurants auf 1.000 Einwohner. Vielfalt und Qualität, besonders unter Gesundheitsaspekten, sind hier gefragt, längst auch in der Systemgastronomie oder in Werkskantinen und Schulmensen. Da nimmt es nicht wunder, dass mittlerweile auch die besten Kantinen Deutschlands mit Sternen prämiert werden – das Sieger-Ranking der Plattform Food & Health in Zusammenarbeit mit dem Magazin Focus finden Sie hier im Heft. Um gesünderes Essen an Schulen ringt vor allem die Politik, die vor der Schwierigkeit steht, dass eine Qualitätssteigerung keine Kostenexplosion nach sich ziehen darf. Gerade wenn es um die Cent-Stellen hinter dem Komma geht, kann gesunde Tiefkühlkost mit ihrer Kalkulationssicherheit hier als Problemlöser punkten.

Auch der festliche Weihnachtsbraten wird nicht mehr nur zu Hause, sondern im Kreise der Lieben auch gern bequem im Restaurant genossen. Die TK-Branche jedenfalls hat allen Grund, sich mit Zufriedenheit und Zuversicht um den Weihnachtsbaum zu versammeln, inne zu halten und Kraft zu tanken für ein neues Jahr, das mit dem Breit, aufziehenden internationalen Handelskonflikten und abflauender Konjunktur voraussichtlich viele neue Herausforderungen für uns alle bereit halten wird. Das Gute ist allerdings: Gegessen wird immer! In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Familien ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest mit vielen Leckereien, einen guten Rutsch sowie ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr.

11-2018

Dem Verpackungsmüll wurde der Kampf angesagt. Verschiedene Aktionen und Maßnahmen wurden ergriffen. Von der Abschaffung der Plastiktüte bis hin zur Vermeidung von Folien an den Bedienteren. Die Verbraucher sollen ihre eigenen Schalen und Behälter mitbringen können, um ihren Aufschnitt oder ihr Grillgut „müllfrei“ direkt abgepackt zu bekommen.

Während der Verleihung der „Tiefkühl-Stars 2018“ stellte Einzelhändler Volker Wiem, Inhaber von Edeka Niemerszein, die Frage, warum dies nicht auch im TK-Bereich möglich sein soll. In Spanien beispielsweise ist es völlig normal, dass die tiefgefrorenen Garnelen lose in den Truhen liegen und die Verbraucher sich so viele nehmen und abwiegen, wie sie benötigen. Warum nicht auch in Deutschland?

Das Argument „Hygiene“ kann es jedenfalls nicht sein. Bei Obst und Gemüse sowie an den Salat- und Antipasti-Bars in den Supermärkten ist es selbstverständlich, dass die Kunden selbst zusammenstellen und die individuelle Menge festlegen können. Also bei Lebensmitteln, die – meistens – ohne weitere Verarbeitung und Zubereitung verzehrt werden. Da sollte dies gerade bei tiefgekühlten Artikeln, die später noch gekocht, gebraten oder gegrillt werden, doch wohl in jedem Fall auch möglich sein. Gerade in Zeiten, in denen sich die klassischen Familienstrukturen immer stärker verändern und die Zahl der kleineren Haushalte zunimmt, wäre das eine flexible Lösung. Und zudem erneut ein toller Beleg, welchen Beitrag TK zur Vermeidung von Food-Waste leisten kann.

Ein weiterer nachhaltiger Weg, Abfälle weitestgehend zu vermeiden, stellt in der Fleischproduktion der Ansatz dar, das gesamte Tier zu verarbeiten. Diesem Weg hat sich in der Gänsezucht zum Beispiel Lorenz Eskildsen mit Dithmarscher Geflügel und der „Saxengans“ verschrieben – TK-Report durfte sich auf der Gänsefarm Hermsdorf ein Bilder dieser bäuerlichen Aufzucht machen, bei der das Tier im Mittelpunkt steht. Bei uns steht das Thema Nachhaltigkeit im Fokus unserer Novemberausgabe. Das Beispiel Eskildsen ist nur eines von vielen, das wir für Sie in puncto nachhaltigem Handeln in Industrie, Landwirtschaft und Handel in diesem Heft zusammengetragen haben.

10-2018

Auch wenn sich Teile unserer Bevölkerung mit Menschen aus fremden Kulturen schwer tun, die regierende CDU/CSU noch mit sich in der Frage eines Einwanderungsgesetzes ringt: Im Food-Bereich sind wir längst bekennendes „Einwanderungsland“. Der Dönerladen an der Ecke und die Pizzeria in (fast) jedem Städtchen und Stadtteil gehören mittlerweile zum deutschen Inventar. Doch täglich kommen neue Einflüsse aus aller Welt dazu, die Industrie, Handel und Gastronomie befruchten, wie unser Trendforum II im vorliegenden Heft wieder beweist – von blauen Mais-Tortilla-Chips aus Mexiko über Maqui-Beeren aus Chile bis zur viereckigen TK-Pizza aus Italien.

Im „globalen Dorf“ der vernetzten Welt werden trendtaugliche Ernährungsformen und Produkte sofort unter dem Brennglas der Foodblogger und Ernährungsprofis seziert und an Hotspots auf ihre Eignung für einen Massenkonsumentenschaft getestet. Ein solcher Seismograph für globale Esstrends ist New York, wo derzeit zum Beispiel ein regenbogenfarbener Teigkringel für Furore sorgt. Der „Rainbow Bagel“ aus knallbunten Teigschichten hat sicherlich auch bei uns Potenzial – sind Cookies, Muffins, Donut und Bagels aus der American Baker doch unter den deutschen TK-Backwaren ein anhaltender Megatrend. Eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für Köche rund um den Globus ist weiter die Haute Cuisine unseres Nachbarn Frankreich. Wir widmen uns ihr in unserer Reihe „Internationale Küche“, die diesmal in die Vorschau auf die Pariser Ernährungsmesse Sial integriert ist.

Vor allem in der Fischwirtschaft wird global gedacht. Damit werden die Probleme auf den weltweiten Märkten für Seafood aber auch schnell zu denen der deutschen Importeure, wie unser Interview mit Hafro-Geschäftsführer Carsten Sievers zeigt. Ein weiteres Problem erreicht uns mit der globalen Klimaveränderung: Die Dürre in diesem Jahr setzte auch zahlreichen Herstellern aus der TK-Branche zu. Allen voran den Kartoffelverarbeitern, denn durch die um rund 25 Prozent geringere Kartoffelernte zum Vorjahr verknappt und verteuert sich ihr Rohstoff enorm, große Kartoffeln für Pommes Fries werden zu Mangelware. Doch selbst die Fleischverarbeiter bekommen durch gestiegene Futterpreise noch Auswirkungen der Dürre zu spüren, wenn auch in abgeschwächter Form wie unser Besuch bei „Die Schnitzelmacher“ im niedersächsischen Wetschen zeigt.

9-2018

Premium, also von besonderer oder bester Qualität, rückt als Kategorie in der Lebensmittelbranche wieder stärker in den Fokus. Der Verbraucher ist bereit, für Hochwertiges auch höherpreisig zu bezahlen. War die Wertschätzung für die Themen Lebensmittel und Esskultur im europäischen Vergleich bei uns lange eher unterentwickelt, scheint sich jetzt ein langsamer Bewusstseinswechsel Bahn zu brechen., weg von der reinen Preisorientierung. Die neue Genussorientierung macht selbst vor den Discountern nicht halt, die ihre Filialen aufwendig aufbrodeln, um den Anschluss an die durchgestylten Märkte von Edeka, Rewe & Co. nicht vollends zu verlieren. Wir haben mit Rewe Surdanovic in den Hamburger Zeisehallen einen Vertreter dieser neuen Lifestyle-Supermärkte für Sie besucht, bei denen Qualität im Mittelpunkt steht.

Doch was versteht der Verbraucher heutzutage unter Premium-Qualität? Klar, Siegel und Nachhaltigkeitszertifikate wie bio oder MSC dürfen höhere Preise nach sich ziehen. Vor allem verbindet er damit aber weniger Luxuriöses als handwerklich Gemachtes, Authentisches, Regionales – die Sehnsucht nach der „guten alten Zeit“, nach dem Idealbild einer bäuerlichen, vorindustriellen Esskultur, die Zusatzstoffe, Pestizide und Massentierhaltung noch nicht kannte. Dieser romantische Verbraucherwunsch hatte und hat weiterhin Auswirkungen auf die ganze Branche. „Wenn man das TK-Angebot der 90er-Jahre mit heute vergleicht, haben wir in den letzten 25 Jahren einen Quantensprung gemacht“, sagt Frostkrone-Geschäftsführer Frédéric Dervieux in unserer Rubrik „TK persönlich“ am Ende des Heftes. Viele TK-Produkte wollen deswegen nicht mehr nur praktisch und günstig sein, sondern sie versuchen über eine quasi handwerkliche Machart und Anmutung mit frisch zubereiteten Produkten zu konkurrieren – unser Besuch beim TK-Bäcker Vandemoortele oder Nestlé Wagners Pizza-Neuheit zeugen in diesem Heft davon.

In unserem Trend Forum I in der vorliegenden Septemberausgabe – und daran anknüpfend im Trendforum II im Oktober – widmen wir uns nicht nur dem Thema Premium, sondern vielen weiteren kurzfristigen oder langlebigen Trends. Ob nachhaltigen oder getyptes Kurzzeitphänomen: Trends eröffnen der Lebensmittelwirtschaft immer wieder neue Betätigungsfelder, sie sind die eigentlichen Innovationstreiber. Deswegen gilt an der Börse wie in der Tiefkühlbranche: The trend is your friend.

Free From 2018

Free From 2018

Weniger ist manchmal mehr – und das immer öfter. Denn der „free from“-Trend ist keine kurzfristige Modeerscheinung, sonder er nimmt in jüngster Zeit spürbar Fahrt auf. Wenn Verbraucher bewusst auf bestimmte Inhaltsstoffe in ihrer Nahrung verzichten, kann das medizinische und weltanschauliche Gründe haben, aber auch durch Ernährungsbewusstsein oder Lifestyle motiviert sein. Den Fleischkonsum und seine globalen Folgen zum Beispiel haben viele Verbraucher im Visier – laut der Mintel-Studie „2018 Sommer Trends: Essen & Trinken“ legen bereits 57 Prozent der Deutschen fleischfreie Tage ein.

Während Lebensmittel „Ohne Gentechnik“ erst langsam ins Blickfeld geraten (immerhin plus 27 Prozent Umsatz 2017), steht der Zucker als „Bösewicht“ schon voll im Fokus. Eine „nationale Reduktionsstrategie für Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten“ ist im Koalitionsvertrag von Union und SPD verankert, gleichzeitig warnt Christoph Minhoff von der BVE davor, die Reduktion von geschmacksgebenden Inhaltsstoffen von staatlicher Seite nach dem „Rasenmäher-Prinzip“ zu regulieren. Die Verbraucherakzeptanz, Einbußen beim Geschmack zugunsten zucker-, salz- oder fettreduzierter Produkte hinzunehmen, ist jedenfalls gering, wie eine DLG-Studie zeigt (S.44). Die Hersteller haben das Problem ohnehin erkannt und arbeiten an eigenen Lösungen. Da die Zucker-Revolution durch Stevia ausgeblieben ist, wird an weiteren Zuckeralternativen geforscht – Nestlé hat beispielsweise einen Zucker entwickelt, der effektiver süßt und damit sparsamer eingesetzt werden kann (S.48).

Unser Extra zum Thema free from, das gleichermaßen den Ausgaben des TK-Report, des Fischmagazin und des Fleischmagazin beiliegt, will dieses und viele weitere Themen rund um den Verzicht von Inhaltsstoffen beleuchten – in den Kategorien glutenfrei, laktosefrei, zuckerfrei bzw. -reduziert, Fleischalternativen, ohne Zusatzstoffe, vegetarisch und vegan. Wir liefern zahlreiche Hintergrundinformationen und haben für Sie u.a. das Deutsche Zusatzstoffmuseum (S.34) in Hamburg und das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik in Quakenbrück besucht (S.38). Zudem präsentieren wir eine Auswahl an TK-Produkten, die „was ohne“ bieten. Die jeweilige free-from-Kategorie, in die das Produkt fällt, haben wir dabei zur schnelleren Orientierung blau unterlegt.

7/8-2018

„Der öffentliche Druck im Bereich Ernährung ist massiv, beklagt Christop Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) im Interview mit diesem Magazin. Essen ist ein Thema, das uns alle betrifft, bei dem jeder mitreden kann und viele das auch tun. Die Verbrauchererwartungen an die Hersteller sind in den letzten Jahren massiv gestiegen, zugleich macht die Individualisierung der Gesellschaft auch vor unserem Essen nicht halt.

Bewusst zu genießen und dabei für sich die Entscheidung zu treffen (oder treffen zu müssen), auf bestimmte Inhaltsstoffe zu verzichten, hat sich zu einem Mega-Trend entwickelt. Ein Trend, der der Industrie neue Chancen und Absatzfelder bietet: Die Tiefkühlwirtschaft hat die passenden Produkte für diese Entwicklung parat, wie die zweite Ausgabe unseres Sonderhefts „free from – das Magazin für neue Lebensmittel“ zeigt. Wir haben es für Sie dieser Ausgabe beigelegt.

In der globalisierten und individualisierten Food-Welt haben aber weiter auch tradierte Formen des Essens ihren festen Platz, wie ein Blick auf unsere Nachbarn Österreich im Forum Alpenländische Produkte belegt. Ob Wiener Schnitzel, Knödel, Palatschinke, Strudel, Sachertorte oder Kaiserschmarren – die ewig jungen Klassiker der Austria-Küche sind heute noch genauso aktuell wie zur Zeit der k.u.k. Monarchie. Und dank TK überall verfügbar.

Von Österreich schlagen wir den Bogen hoch in den Norden Deutschlands: Mit Verzögerung scheint sich der einzige deutsche Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven doch noch positiv zu entwickeln, und das gegen den Trend. Ein wichtiger Player in dieser noch zarten Erfolgsgeschichte ist die Firma Nordfrost, die mit dem Standort Jade-Weser-Port eng verwoben ist. Wir haben den Tiefkühllogistiker und Kühlhausbetreiber im Rahmen des Forum Technik & Logistik in dieser Ausgabe für Sie besucht. Mit der vorliegenden Ausgabe verabschieden wir uns in die Sommerpause. Die nächste Ausgabe von TK-Report erscheint Anfang September mit dem großen Trendforum für den Herbst und Winter. Bis dahin wünschen wir Ihnen eine sonnige und erholsame Ferienzeit.

6-2018

Die Diskussion um Tierwohl ist in vollem Gange. Wobei es in der Debatte weniger um das Wohl der Tiere, als eigentlich viel mehr um die richtige Kennzeichnung der zu vermarktenden Produkte geht. Jede Branche, jeder Verband, jede Interessengemeinschaft und jeder Marktteilnehmer macht sich gerade für eine eigene Variante stark. Und nun will sich auch die Politik kümmern. Vielleicht ist ein einheitliches Label eine Möglichkeit, um den Fleischkonsum in Deutschland wieder anzukurbeln, der auch im vergangenen Jahr rückläufig war (S. 23).

Bessere Zahlen vermeldete – wieder einmal – der TK-Markt. Wie die Absatzstatistiken des dti belegen, konnten TK-Produkte im vergangenen Jahr in Deutschland erneut zulegen. 2017 gab es beim Absatz ein Plus von 2,7 Prozent. Der Umsatz konnte sogar um 3,9 Prozent auf jetzt über 14 Milliarden Euro gesteigert werden (S 25). Einen großen Anteil daran hatte der Außerhausmarkt. Hier legte der Absatz um 3,4 Prozent zu. Der Umsatz wuchs sogar um 5 Prozent.

Der Außerhausmarkt wird zunehmend auch bei uns von globalen Trends dominiert: Fast Casual Restaurants, Take-away-Möglichkeiten und Rezepturen aus aller Welt, oftmals fusioniert mit Heimischem (und so auch dem Trend der Regionalist verhaftet), dominieren die Gastro-Locations in den Metropolen. Einen traditionellen Gegenpol dazu setzt die Gemeinschaftsgastronomie: In deutschen Kantinen dominiert laut Apetito-Charts (S.67) weiter die unverwüstliche Currywurst mit Pommes Fries, in der Seniorenverpflegung die Rinderroulade. Und auch in den deutschen Krankenhäusern sind Grünkohl, Leipziger Allerlei und Schnitzel als kleinster gemeinsamer Nenner sehr gefragt. Wir haben für diese Ausgabe die Küche der Roland-Klinik in Bremen für Sie besucht (S.64).

Im LEH geht der Kampf um Marktanteile zwischen Marken und Handelsmarken weiter. Zuletzt konnten hier die Handelsmarken wieder stärker zulegen, wie die neuesten IRI-Zahlen zeigen (S.44). Der italienische Pizza-Spezialist Roncadin, bisher eher für die Handelsmarken bekannt, wächst jetzt auch mehr und mehr mit der eigenen Marke. Dieses Wachstum schien für einen kurzen Moment ins Stocken zu geraten, nachdem im Herbst 2017 ein Teil der Fabrik in Brand geriet. Wir waren in Meduno und haben uns den Neuaufbau der Pizza-Fabrik angeschaut und mit Inhaber Dario Roncadin über die künftigen Pläne des Unternehmens gesprochen (S.36).

Abschließend möchten wir Sie noch auf ein neues Format aufmerksam machen, dass fortan Teil unseres Heftes sein soll. Unter „Neu in den Verbänden“ werden sich neue Mitglieder von dti und VDKL kurz der Branche vorstellen. Es beginnt in dieser Ausgabe mit Rayflext und Logiplan (S.34).

5-2018

Deutschland ist weltweit der innovativste Markt für Superfoods. Das jedenfalls fand die Marktforschungs-Agentur Mittel in einer Studie heraus. Offenbar sei vor allem hierzulande der Appetit vieler Menschen an Superfood-Neueinführungen stark gestiegen. Beispielhaft sei hier Kaniwa erwähnt, das mittlerweile als Nachfolgerin für Quinoa gehandelt wird und dem wir in dieser Ausgabe einen gesonderten Beitrag widmen.

Lange Zeit galt die Avocado als die gesunde Trendfrucht schlechthin, in keinem Koch-Magazin durfte ein Rezept der grünen Frucht fehlen. Und das nicht zu Unrecht, denn viele Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren machen die Avocado ebenfalls zu Superfood. Doch seit einiger Zeit scheint die Süßkartoffel der Avocado in Sachen Popularität und Beliebtheit den Rang abzulaufen, wie unser Forum Kartoffel, Früchte und Gemüse zeigt.

Die Digitalisierung der Wirtschaft, aber auch der globale Klimawandel, die Zunahme der Weltbevölkerung und die Verknappung der Rohstoffe zwingen mehr denn je zu wirksamen Lösungen, sind aber auch der Schlüssel zu Innovationen. Das zeigte die diesjährige Anuga Foodtec, die die Themen Lebensmittelverschwendung und den effizienten Einsatz von Ressourcen in den Mittelpunkte stellte. Einen ausführlichen Überblick über diese Messe, über die Logimat und über die World Traveling & Catering Expo (WTCE) gibt es in diesem Heft.

4-2018

Anpfiff zur Snack-Weltmeisterschaft

Politisch wird die Beziehung des Westens zu Russland in der Ära Wladimir Putin zunehmend eisiger. Die Fußball-WM im Sommer (14. Juni bis 15. Juli) bietet da die Gelegenheit, einen anderen Blick auf dieses riesige Land an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien mit seiner vielfältigen Kultur zu werfen – und nicht zuletzt auch auf die Esskultur. Werden klassisch russische Produkte hierzulande bisher vor allem von Russland-Deutschen gekauft, hofft nicht nur Dovgan-Geschäftsführer André Kowalew bei uns im Interview, dass sich das durch die WM ändert. Welche russischen Leckereien in den Tiefkühltruhen des Handels liegen und was die TK-Hersteller sich als WM-affine Produkte für das große Fußballfest ausgedacht haben, zeigt unsere Zusammenstellung ab Seite 118.

Die Gastro-Leitmesse Internorga bewies, wie sehr Convenience unseren Küchenalltag genauso wie den Außerhausmarkt bestimmt. Dabei ist Qualität und Convenience kein Widerspruch, wie unser Forum Highconvenience, Fertiggerichte und Snacks zeigt. Vor allem Teigtaschen eignen sich perfekt, die Kulinarik traditioneller Esskulturen mit schnellem unkompliziertem Handling zu verbinden – nicht zuletzt TK-convenient -, wie unser Überblick über die nationalen und regionalen Ausprägungen dieses globalen Produkts beweist.

Fisch ist die Spielwiese für Nachhaltigkeit, eine These, die sich durch Entwicklungen und neue Produkte auf der diesjährigen Fish International in Bremen durchaus stützen lässt. Kaum ein anderes Produkt wird eine so wichtige Rolle für die Versorgung der rasant weiter wachsenden Weltbevölkerung mit hochwertigem Protein spielen. Doch scheint dieses Unterfangen in Anbetracht aktueller, globaler Probleme wie Überfischung und Verunreinigung der Meere stark gefährdet. Aspekte wie Tierwohl und neue, umweltgerechte Standards in der Aquakultur erlangen mehr denn je zentrale Bedeutung. Themen, mit denen wir uns ab Seite 50 auseinandergesetzt haben.

3-2018

Tiefkühlkost bleibt eine Wachstumsbranche. Und mit den Prognosen über ein deutsches Wirtschaftswachstum 2018 von mindestens 2 Prozent stimmen auch die Rahmenbedingungen für eine anhaltende Konsumfreude der Verbraucher – ob im Handel oder außer Haus. Ein erster Seismograph, wie gut es für TK dieses Jahr läuft, könnte die beginnende Eissaison werden. Mit einem Neuheiten-Feuerwerk wie selten haben sich die Eishersteller jede Mühe gegeben, sich von sonnigem Wetter unabhängiger zu machen. Über 20 von ihnen stellen ihr Sortiment in unserem großen Eismarkt-Forum 2018 vor.

Unsere Gesellschaft ist heute in einem hohen Maße mobil, Konsum- und Essverhalten ändern sich ständig. Verbraucher sind zunehmend berufstätig und immer häufiger unter Zeitdruck, sodass die Verpflegung außer Haus immer mehr an Bedeutung gewinnt. Zugleich steigen die Ansprüche der Verbraucher an die Qualität ihrer Lebensmittel und an die Ernährung. Dabei entstehen zahlreiche, neue Ernährungstrends. Welche das in diesem Jahr sind, ergründen wir in unserem Forum Außerhausmarkt. In einer ausführlichen Reportage über die Zentralmensa der Uni Göttingen setzen wir uns dort auch mit der Frage auseinander, welche Voraussetzungen moderne Hochschulgastronomie heute erfüllen muss. Und die Vielfalt, die allen Küchen-Profis zur Verfügung steht, wird immer größer. Die Neuheiten und Evergreens, die Varianten und Innovationen für den Außerhausmarkt gibt es auf der Internorga und der Gastro Vision zu entdecken – von heimischen Klassikern bis zu internationalen Spezialitäten, von kuriosen Kreationen bis zu veganen Versionen bewährter Hits.

Aber nicht nur die Food-Themen stehen auf dem Plan. Auch die Techniker und Logistiker kommen wieder zu ihrem Recht. Im März warten mit der Anuga Foodtec in Köln und der Logimat in Stuttgart zwei wichtige Branchentreffs. Wir haben einige Aussteller ausgewählt und zeigen, was diese für die Fachbesucher bereithalten.

TK-JAHRESHEFT

Neues Jahr – neuer Look. Mit dem Erscheinen der ersten Ausgabe 2018 haben wir unser Layout überarbeitet: Neues Logo, neue Schrift, neue Bildsprache, bewährte Inhalte und bekannte Übersichtlichkeit. Wie immer bietet das Jahresheft zu Beginn eines Fachteils Interviews mit den relevanten Branchenverbänden. Dazu gibt es die Hitparade der erfolgreichsten Neueinführungen 2017.

Außerdem bieten wir einen Ausblick auf die ersten Messen des Frühjahrs: Fish International, Intergastra und Biofach stehen vor der Tür. Und nicht zuletzt bieten die 236 Seiten einen Überblick auf den deutschen GV-Markt. Wir listen die wichtigen Unternehmen aus C&C- und Zustellgroßhandel auf. Ein Sonderteil mit 32 Seiten, der einen umfassenden Überblick gibt, aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

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12-2017

In der Dezember-Ausgabe von tk-report minus 18 gibt es drei Schwerpunkte: Im Fachteil Fertiggerichte und Convenience geht es um die Klassiker der italienischen Küche – Pizza und Pasta, die wichtige Eckpfeiler der TK-Branche bleiben. Im Forum Außerhausmarkt gibt es die neuesten Food-Trends und Produkte: Dies beinhaltet einen Besuch beim Spezialisten für Airline-Catering Frankenberg ebenso wie eine Anwendergeschichte aus dem Europa-Park in Rust. Der neue eröffnete Food-Sky in Hamburg wird derweil zum Trend-Scout für die unterschiedlichsten Küchen der Welt. Und im Forum Technik & Logistik gibt es neben einem Blick auf die Entwicklung im Zuge der F-Gase-Verordnung auch einen ausgedehnten Überblick in unserem Transporter-Special.

11-2017

In seiner November-Ausgabe wirft tk-report minus 18 einen Blick zurück auf die größte Nahrungsmittel-Messe der Welt. Auf der Anuga schwärmte die Redaktion aus und besuchte rund 100 Aussteller, die uns zeigten, was es in der Welt der eiskalten Nahrungsmittel alles Neues gibt: Von gezupftem Fleisch in Panade bis zu diversen Hybridprodukten. Außerdem schauen wir voraus, was die TK-Branche für die kommenden Weihnachts- und Feiertage für die Kunden aus Einzelhandel und Gastronomie bereithält. Denn die besinnlichsten Tage des Jahres sind bekanntlich auch Tage an denen an meisten geschlemmt wird und an denen Verbraucher besonders viel Geld für Lebensmittel ausgeben.

10-2017

In seinem zweiten großen Anuga-Trend-Heft wirft tk-report minus 18 erneut einen vorausschauenden Blick auf die größte und wichtigste Lebensmittelmesse. Wir haben die Firmen gefragt, was sie in den Mittelpunkt ihrer Messepräsentation stellen werden. Welche neuen Produkte bringen Sie mit nach Köln? Auf welche Innovationen, Weiterentwicklungen und Verbesserungen dürfen sich die Fachbesucher freuen? Wir geben die Antworten. Wie immer übersichtlich gegliedert in die einzelnen Fachgruppe, eingeleitet jeweils mit einem großen Interview eines wichtigen Unternehmens der Branche. Viel Spaß beim Lesen!

 

9 / 2017

In seinem ersten große Anuga-Trend-Heft wirft tk-report minus 18 einen ersten vorausschauenden Blick auf die größte und wichtigste Lebensmittelmesse. Wir haben die Firmen gefragt, was sie in den Mittelpunkt ihrer Messepräsentation stellen werden. Welche neuen Produkte bringen Sie mit nach Köln? Auf welche Innovationen, Weiterentwicklungen und Verbesserungen dürfen sich die Fachbesucher freuen? Wir geben die Antworten. Wie immer übersichtlich gegliedert in die einzelnen Fachgruppe, eingeleitet jeweils mit einem großen Interview eines wichtigen Unternehmens der Branche. Viel Spaß beim Lesen!

7-8 / 2017

In seiner Sommer-Doppelausgabe wirft tk-report minus 18 einen intensiven Blick auf die Trends und Produkte im boomenden Außerhausmarkt, der sich weiterhin rasant wandelt und mit Fast Good – einem unserer Schwerpunktthemen – zu neuen Höhen aufschwingt. Wir befassen uns zudem mit dem unverändert brisanten Thema Marke / Handelsmarke und sprachen dafür unter anderem mit dem Zentraleinkäufer Tiefkühlkost von Aldi Süd über die Markenpolitik des Harddiscounters. Unsere Sonderedition „free from“, die zusammen mit dieser Ausgabe zugestellt wurde und zeitgleich auf www.tk-18.de online erschien, analysiert die sieben wichtigsten „free from“-Trends aus Tiefkühlkost-Sicht und legt den Fokus auf bedeutende Anbieter in diesem weiterhin stark wachsenden Marktsegment.

5-6 / 2017

„Ernährung bleibt Trend“ stellte Nielsen erneut in einer Studie fest, über die wir in unserem Mai/Juni-Magazin berichten, und unterstreicht damit das, was wir in der Ernährungswirtschaft Tag für Tag erleben: Immer mehr Menschen interessieren sich dafür, was sie essen. Die Frage nach der Qualität steht seit Jahren vor der nach dem immer noch wichtigen Preis, betont auch das Management von Coppenrath & Wiese, das wir am expandierenden Standort Mettingen zum Gespräch über Markt, Trends und Entwicklungen trafen. Der TK-Backwaren-Marktführer profitiert davon und wächst rasant weiter.

Weit vorne auf der Wunschliste der Verbraucher steht weiterhin die „Region“, die als Wunschbegriff deutlich vor „Bio“ liegt. Dabei ist „Region“ kein wirklich definierter Begriff. Das muss für den Verbraucher aber auch nicht unbedingt sein, denn hier geht es vor allem um Emotion – und so ist es ohnehin von Mensch zu Mensch verschieden, aus welchem regionalen Bezug ein Sicherheits- und Vertrautheitsgefühl bezogen wird. Klare Definitionen gibt es hingegen bei den Bio-Siegeln, deren Vielfalt wir im Forum Gemüse, Früchte, Kartoffelprodukte darstellen und erklären. Das jüngste unter diesen Siegeln, das bayerische, verbindet Bio und Region miteinander.

Aber bei weitem nicht alles, was Trend ist, kommt aus der Region. Ganz im Gegenteil. Wir zeigen zwei echt heiße Newcomer von ganz weit her, die sich den (Tiefkühl-)Markt im Sturm erobern: Die Avocado und die Süßkartoffel. Und auch im Forum Backwaren finden sich weitgereiste Shooting Stars wie Chia und Quinoa. Sie sind zwar nicht unbedingt hipper als die Trendprodukte Einkorn, Emmer oder Ur-Roggen, aber ihr Marktpotenzial kann aufgrund besserer Verfügbarkeit deutlich stärker genutzt werden. Mit Farben von Schwarz über Rot bis Gold, Abwandlungen in Richtung süß, scharf oder nussig und mit Formen von rund über eckig bis lang bringen Buns zusätzlichen Schwung in den ohnehin boomenden Burger-Markt. „Better Buns, better Burger“ haben wir unseren Bun-mal-anders-Überblick in dieser Ausgabe betitelt.

Dass es die meisten Produkte nicht nur als Marke, sondern auch als Handelsmarke gibt, zeigt sich auf der Private Label Messe in Amsterdam, der wir eine umfassende Vorschau widmen. Mit einem Rückblick auf die Intralogistik-Messe Logimat leiten wir hingegen unser Forum Technik & Logistik ein. Auch hier findet eine rasante Entwicklung statt: Die Digitalisierung hält unaufhörlich Einzug. Noch ist es manch einem Roboter zu kalt in der Tiefkühlwelt, aber die Hersteller arbeiten längst an robusten Automaten, die auch die coole Branche ins Zeitalter 4.0 tragen werden.

4 / 2017

Rund 1.000 verschiedene Tiefkühlprodukte finden die Kunden in den Truhen und Schränken eines gut sortierten Lebensmittelhändlers wie Edeka Wucherpfennig, den wir in unserer April-Ausgabe vorstellen. Sogar noch größer erschien die Auswahl für Profiköche und Bäcker auf der Internorga, wo der spezialisierte Großhändler seinen Ordersatz aus einer unendlichen Vielfalt von Neuem und Bewährtem ergänzen konnte, wie unser Messerundgang zeigt. Und die Ideen für all diese Produkte? Die kommen mittlerweile aus der ganzen Welt, aber auch aus der nahe gelegenen Region, macht unser Forum Highconvenience deutlich. In der großen minus 18 Umfrage schildern dort TK-Anbieter, welche Küchen ihre Produktentwicklungen aktuell inspirieren und welche Trends sie damit aufgreifen. Die verschiedenen Küchen Asiens, die wir in einem zusätzlichen Beitrag intensiv beleuchten, stehen bei vielen zurzeit hoch im Kurs. Ebenso das Mediterrane, bei dem die schon lange trendigen Küchen Südeuropas zunehmend durch Küchen von der gegenüberliegenden Seite des Mittelmeers ergänzt werden. Die USA kommen nicht nur bei Fleisch im Forum Grillen ins Spiel, sondern auch bei Snacks. Und die schon seit langem gefragte mexikanische Küche wird zunehmend ergänzt durch Shooting Stars aus dem Süden Amerikas, bei denen Grillen auch Asado sein kann, wie unser Bericht zeigt. Gleichzeitig erobert Österreich mit seiner Mehlspeisküche die deutsche Tiefkühlwelt und regionale Spezialitäten erleben eine conveniente Umsetzung oder auch Neuinterpretationen als Fusion Food und Cross-over. Verwirrend? Mag sein. Vor allem aber spannend und abwechslungsreich. Und der deutsche Verbraucher? Nun ja, ein bekannter Kern darf und muss für ihn bei allem dabei sein. Aber wenn ein Stück des Neuen vertraut ist, wird gerne auch mal experimentiert.

Fisch und Meeresfrüchte sind im Vorfeld der Brüsseler Seafood Expo ein weiterer starker Themenbereich unserer April-Ausgabe. Mehr Umsatz, weniger Absatz weisen hier die IRI-Zahlen fürs vergangene Jahr aus und unterstreichen damit die eine Seite weiter vorgestellten Aussagen der Welternährungsorganisation zu Angebot und Nachfrage bei diesem international begehrten Gut. Wir berichten über Alaska und Norwegen, zwei der größten Fischlieferanten im deutschen Markt. Bei beiden wird die Nachhaltigkeit der Fischerei besonders groß geschrieben – und das trifft voll die Wünsche der deutschen Konsumenten, die ein besonders starkes Bewusstsein für Nachhaltigkeit entwickelt haben.

Und weil weder Fisch noch Fleisch ohne Verpackung in den deutschen Groß- und Einzelhandel kommen, runden wir unsere Aprilausgabe mit einer Vorschau auf die Interpack ab und einem Blick auf die besonderen Anforderungen, die an TK-Verpackungen gestellt werden. 1. schützen, 2. informieren, 3. werben sind ihre Aufgaben zu Lebzeiten. Beim Auspacken sollen sie convenient und im Müll möglichst umweltneutral sein. Ganz erreicht haben diese Anforderungen noch nicht alle Verpackungen. Aber auch hier ist die Industrie ideenreich und auf einem guten Weg in die Zukunft.

3 / 2017

Mehr Absatz und Umsatz mit Tiefkühlkost im Einzelhandel; reale und nominale Umsatzsteigerungen in der Gastronomie. Unsere Märzausgabe macht deutlich: Das wirtschaftliche Umfeld für die Tiefkühlwirtschaft bleibt weiterhin positiv. Das ist auch gut so, denn im Detail betrachtet werden die Problemfelder nicht kleiner. Die Konzentration im Groß- und Einzelhandel steigt in rapidem Tempo weiter. Der daraus entstehende Druck beschleunigt auch die Konzentrationsprozesse in der Industrie. Beim Export steigt die Zahl der Fragezeichen in dem Maße, in dem die nationalistischen Strömungen in Europa und der Welt an Kraft gewinnen. Und dann auch noch die historisch schlechten Ernten in Westeuropa 2016, deren negative Auswirkungen auf die Lagerbestände von TK-Gemüse durch ungewöhnliche Kälte in Südeuropa in diesem Winter deutlich verstärkt wurden.

Was der Landwirtschaft das Wetter bei der Erzeugung, das ist der Speiseeis-Branche das Wetter beim Absatz. Letztes Jahr lief es insgesamt gut für die Produzenten. Mit einer Vielzahl von Neuheiten, die wir in unserem Forum „Eismarkt 2017“ vorstellen, bereiten sie sich auf eine Saison mit hoffentlich supertollem Wetter vor. Ein großes Thema in der Eisbranche ist zurzeit die Elefantenhochzeit von R&R Ice Cream mit einem Teil der Speiseeis- und Tiefkühlkost-Sparte von Nestlé. Darüber, was dies für den Markt und die Kunden bedeutet, sprachen wir im Interview mit Nestlé-Schöller-Manager Matthias Casanova. Darauf folgend, diesmal aber noch getrennt: Die Eisneuheiten von Nestlé Schöller und die der bisherigen R&R Ice Cream in Osnabrück, die nun ja eigentlich schon Froneri heißt. Und die Eisneuheiten von Unilever, Süd-Eis, Häagen-Dazs, Giolito und einem guten Dutzend weiterer Anbieter auf unserem Markt. Manches davon wird auch schon auf der Internorga zu erleben sein.

Die Internorga ist in der Gastronomie, dem zweiten Schwerpunktthema dieser Ausgabe, im März natürlich das Mega-Event. Welche neuen tiefgekühlten Produkte, Trends und Ideen dort für den Außerhausmarkt vorgestellt werden, berichten wir auf mehr als 30 Seiten. Über 50 TK-Anbieter ließen uns dafür vorab in ihre Töpfe und Neuheiten-Köcher schauen. Zudem sind Fusion-Food, Texture Pairing und Glokalisierung, System- und Einzelhandels-Gastronomie, Kreuzfahrt und GV-Großhandel Thema unseres Forums Außerhausmarkt. Und, einmal mehr, Produkte für die Gastronomie. Denn da der Umsatz steigt, Fachpersonal aber immer schwerer zu bekommen ist, sind TK-Produkte für viele Gastronomen der perfekte Problemlöser. So bleiben die Aussichten für die TK-Branche auch in der kommenden Zeit wirklich gut.

1-2 / 2017

Das Klima wandelt sich. Nicht nur in meteorologischem Sinne. Globalisierung trifft auf Regionalisierung, das Wir auf das Ihr, das Miteinander auf das Gegeneinander. Schluss mit Fusion-Food und Cross-over-Küche – her mit den einfachen Lösungen. Für die deutsche Tiefkühlwirtschaft ist diese Entwicklung zwar nicht akut bedrohlich, aber sie kann doch bremsend wirken. Geschlossene Grenzen erschweren den Handel ebenso wie den Wandel. Komplexe Logistikprozesse würden dadurch noch schwieriger, warnt beispielsweise VDKL-Geschäftsführer Jan Peilnsteiner im Interview in unserem Jahresheft 2017. Und BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff macht im Interview deutlich, wie wichtig die Exportorientierung für das weitere Wachstum unserer Ernährungsindustrie ist. Da kann es nicht weiterführen, nur das eigene Süppchen zu kochen.

Aber davon ist die Tiefkühlwirtschaft ja ohnehin weit entfernt. Hier geht es schließlich darum, die Süppchen vor allem für andere zuzubereiten beziehungsweise ihnen die Zutaten fürs Süppchenkochen möglichst bequem an die Hand zu geben. Das ist der Branche 2016 wieder einmal aufs Beste gelungen, wie die Hitparade der erfolgreichsten Neuprodukte, die unser Jahresheft wie immer prägt, deutlich macht. Mehr als 130 erfolgreiche Neueinführungen des Vorjahres hat uns die Tiefkühlwirtschaft dafür diesmal benannt und will mit ihnen ihre Expansion 2017 fortsetzen. Auch in diesem Jahr werden wieder hunderte neuer Produkte für Gastronomie und Einzelhandel entwickelt und auf den Markt kommen – schon jetzt zur Internorga, im Herbst zur Anuga, aber auch einfach losgelöst vom Messegeschehen.

Wohin dabei die Trends gehen werden, machen die Hits aus 2016 ebenso deutlich wie unsere zahlreichen Branchen-Interviews in dieser Ausgabe. Tierwohl, Nachhaltigkeit, Ernährungsbewusstsein, Sicherheit, Regionalität und Transparenz sind hier Themen. Veggie bleibt uns ebenso erhalten wie die Hinwendung zu hochwertigen Fleischprodukten. Ob der Lachs trotz rasant steigender Preise weiteres Wachstum einspielen kann (S. 80), ob sich Fleischersatzprodukte trotz des Dämpfers zum Jahresende 2016 (S. 57) weiter im Markt etablieren können und ob nach dem Erntedesaster 2016 (S. 101) bis zur neuen Ernte genügend Obst und Gemüse in den Tiefkühllagern liegt, gehört zu den vielen Fragen, die ihre Antwort im Laufe des Jahres finden werden. Wir werden die Tiefkühlbranche zu diesen Fragen, zur weiteren Entwicklung der Trends und über neue Produkte auch 2017 auf dem Laufenden halten.

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12 / 2016

Highconvenience, das Essen außer Haus und neueste Entwicklungen im Bereich Technik & Logistik sind die drei starken Themenschwerpunkte in unserer Dezember-Ausgabe. Die Nachfrage nach Fertiggerichten und Snacks ist in den letzten zwölf Monaten im LEH gestiegen, zeigen Zahlen von IRI. Pizza und Pasta stehen dabei in der Beliebtheitsskala ganz weit vorn. Snacks sind im Kommen. Auch in Teilen der Gastronomie werden hohe Conveniencestufen angesichts des Fachkräfte-Mangels in den Küchen immer gefragter. Insbesondere in der Systemgastronomie, in Back- und Convenience-Shops, am Arbeitsplatz und in der Verkehrsgastronomie verlangt die vom festen Mahlzeiten-Rhythmus abrückende mobile Gesellschaft nach schnellen Snacks to go. Die Tiefkühlwirtschaft spürt die dadurch steigende Nachfrage nach weitgehend servierfertigen Zubereitungen, die angesichts der Personalknappheit auch von Ungelernten schnell regeneriert werden können.

In anderen Bereichen der Gastronomie sind hingegen weiterhin Vorbehalte gegen TK anzutreffen. „Wir versuchen, so wenig Tiefkühlkost wie möglich einzusetzen“, ließ uns beispielsweise einer der Mensabetreiber, die wir zum Thema „Studentenfutter“ befragten, kurz angebunden wissen. Der Vorbehalt in diesem Satz ist kaum zu überhören. Manch ein Koch verbindet offenbar mit dem Wort Tiefkühlkost nur ein kreativloses Regenerieren von Fertiggerichten und nicht auch die Möglichkeit, wichtige Zutaten in optimaler Frische arbeitssparend und kalkulationssicher jederzeit zur Verfügung zu haben. Das Deutsche Tiefkühlinstitut begegnet dem mit einer verstärkten Präsenz in der Gastronomie, beispielsweise auf dem Campus des Service-Bunds, wo deutlich wurde, dass Personalmangel es für Gastronomen künftig noch notwendiger machen wird, Teile der Vorfertigung nach außen zu verlagern.

Starke Präsenz zeigte die Tiefkühlwirtschaft auch auf der Messe „Alles für den Gast“ in Salzburg. Sie ist Schwerpunkt unseres Länderforums Österreich: Wir schauten uns vor Ort nach den neuesten Produkten und Konzepten für die Gastronomen um.

Die temperaturgeführte Logistik auf See ist Einstiegsthema unseres Forums Technik & Logistik. Wir sprachen mit führenden Reedereien wie auch Container-Herstellern über neue Methoden der Fernüberwachung der Container auf See, über die neuesten Tiefkühlcontainer-Techniken und die Möglichkeiten, mit ihnen Energie zu sparen. Das leitet thematisch zu einem zweiten Schwerpunkt des Bereiches über: dem Für und Wider natürlicher Kältemittel.

Zudem blicken wir in dieser Ausgabe zurück auf unsere nun schon fünf tollen minus 18 Jahre, mit denen wir unsere 43 Jahre tk-report ergänzen. 50 Ausgaben sind nun schon mit unserem minus 18 Logo erschienen. Sie finden (fast) alle auch als Flash-PDF zum Durchblättern auf dieser Website.

Wir wünschen Ihnen allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest mit vielen selbst zubereiteten oder hoch convenienten Leckereien, einen angenehmen Jahresausklang und viel Glück, Erfolg und Gesundheit im kommenden Jahr!

11 / 2016

Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung – letztere neudeutsch Corporate Social Responsibility oder kurz CSR genannt   – sind unser Schwerpunktthema im November. Aus dem Bereich „Mode“ ist beides längst heraus, das Wort „Trend“ ist auch nur noch bedingt beschreibend. Nachhaltigkeit ist inzwischen zu einer starken Strömung geworden, die große Teile der Gesellschaft und nicht zuletzt von Produktion und Handel erfasst hat. Mit umfassenden Berichten und den Statements von mehr als 50 Vertretern der Branche geben wir den Einblick, wo die Tiefkühlbranche in diesem Themenfeld steht und wo sie hin will. Einzelhandel und Gastronomie, Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung, Techniker und Logistiker… sie alle richten sich unter Nachhaltigkeitsaspekten neu aus, beziehen Position, leiten Veränderungen ein. Viel hat sich seit unserer letzten breiten Umfrage dazu vor drei Jahren getan. Viel wird sich auch in den nächsten Jahren noch bewegen. Wir widmen den vielfältigen Aspekten mit über 70 Seiten mehr als die Hälfte dieses Magazins.

Der Veggie-Trend ist der zweite große Schwerpunkt in dieser Ausgabe. Wir geben darin einen Einblick in die vielfältigen tiefkühlfrischen Möglichkeiten, die für den Fleischgenuss ohne Fleisch inzwischen erwachsen sind. Neben Soja stehen beispielsweise Fleischimitate aus Weizen, Lupine, Milch oder Quorn zur Auswahl, zeigt unser Überblick und erklärt die Unterschiede. Algen werden gerne für vegane Fischimitate eingesetzt. Und wer statt imitiertem Fleisch lieber auf Gemüse und Kartoffel setzen will, der kommt ebenfalls vielfältig auf seine Kosten. Unser Forum Vegetarische Produkte berichtet über Verbraucherwünsche und rasant wachsende Märkte, zitiert Studien und Umfragen und zeigt neue Produkte und Konzepte.

 

10 / 2016

Das Thema Veggie, das im Trendforum unserer September-Ausgabe schon deutlich zum Tragen kam, beschäftigt uns – versteht sich – auch im zweiten Teil der Markt-Berichterstattung in unserer Oktober-Ausgabe. Bei Fertiggerichten und Snacks, bei der Pizza, im Backwaren-Bereich und natürlich bei den Gemüse- und Kartoffel-Verarbeitern kommt es deutlich zum Tragen. „Frei von“ ist ein weiterer Bereich, der die Branche aktuell stark umtreibt. „Frei von“ Fleisch und tierischen Produkten – das ist das Veggie Thema. Es wird ergänzt um „Frei von“ in Bezug auf Gluten und Laktose, oftmals in Kombination. „Frei von“ Zusatzstoffen – das ist längst nichts Neues mehr, fast schon vom Trend zum Basic geworden.

Ein klarer Produktschwerpunkt liegt in dieser Ausgabe auf den Themen Snack und To go. In einer mobilen Gesellschaft, losgelöst von den bisherigen festen Zeitstrukturen und Abläufen in den Familien, sind die Verbraucher froh, wenn’s genau da, wo, und genau dann, wenn sie Hunger haben, etwas auf die Hand oder die Finger gibt: Essen zum Mitnehmen – handlich, tropffrei, für Viele gerne auch „Frei von“ – das ist eines der Gebote der Stunde. Auf der Südback, die ein Schwerpunktthema in unserem Backwarenteil ist, wird dies besonders deutlich. Denn Bäckereien sind weiterhin und immer mehr die Snack-Points der Republik. Sie sind mit herzhaften und süßen Mahlzeiten vom Morgen bis in den (Feier-)Abend hand-snackig dabei.

Burger, Pizza, Pasta – all diese Trendprodukte sind den genannten Trends unterworfen. Es gibt sie inzwischen „Frei von“ allem Möglichen, aber ebenso und noch mehr „Mit allem“ drauf und drin; mit Fleisch, mit Gluten, mit Laktose. Mit Zusatzstoffen allerdings eher nicht – bei ihnen ist „ohne“ ja, wie gesagt, fast schon die Basis.

Das Länderforum Österreich ist gefüllt mit Berichten über – auch hier vielfach vegetarische und vegane – Produkte und Entwicklungen in der Alpenrepublik und schaut voraus auf die „Alles für den Gast“ Messe in Salzburg. Wir werfen zudem einen intensiven Blick auf die Trends und Umsatzzahlen im schwedischen Tiefkühlkost-Markt – und in unserer Länderreport-Serie auf den Lebensmittelmarkt in Portugal.

Im Forum Technik & Logistik stehen Praxisberichte im Vordergrund. Wir zeigen, wie Technik und IT heute in den Verarbeitungs- und Logistik-Betrieben zum Einsatz kommen – von Kritikalitätsanalysen (das Wort war uns neu) und der Performance von Mehrkopfwaagen über Luftentfeuchter in Tiefkühlhäusern bis zur Software für reibungslose Abläufe in der Spedition.

9 / 2016

Die Tiefkühlwirtschaft kann mit kräftigem Rückenwind in die Herbst- und Wintersaison starten. Die Konjunktur läuft rund, der anfangs verpfuschte Sommer lockte schließlich doch noch die Grill- und Eisfreunde heraus, die Exportmärkte zogen wieder an und der in unserer September-Ausgabe ebenfalls als Thema beleuchtete Brexit ist zwar volks-entschieden, wirkt sich bislang aber auf den Lebensmittelmarkt noch nicht spektakulär aus. Zudem sprechen die in dieser Ausgabe beschriebenen maßgeblichen Trends weiterhin fast alle für eine positive Tiefkühl-Zukunft: Die Tiefkühlwirtschaft kann ohne Gluten und Laktose ebenso wie ohne Fleisch und Fisch hervorragend Special-Interest adaptieren, setzt andererseits die Themen Fisch und Fleisch trendgerecht und convenient um – von Burger über Pulled bis hin zu Fisch als Streetfood. Tiefkühlkost macht das To-go-Geschäft frisch und abwechslungsreich und das To-sit-Geschäft flexibel und kalkulierbar. Die Branche beherrscht die Klaviatur der Nachhaltigkeit hervorragend und bringt sich sogar zur Regionalität auf die eine oder andere Weise ins Spiel. Bewusste Ernährung gehört ebenso zur Kernkompetenz vieler Tiefkühlkost-Produzenten wie Transparenz mit Rückverfolgung bis hin zum Acker, Stall oder Fangschiff. Mit Effizienzsteigerungen bei Verarbeitung, Verpackung, Transport oder Lager unterstützen die Partner im Technik- und Logistik-Bereich die TK-Firmen. Die Saison kann also starten, die Akteure und ihre Produkte stehen bereit, zeigen wir in unserer 142 Seiten starken September-Ausgabe.

6-7 / 2016

Menschen wollen Vertrautheit, Menschen wollen Emotionen, Menschen wollen auf bekannten Wegen an Neues herangeführt werden. All das bieten ihnen die Markenprodukte der Lebensmittelindustrie. Das ist deren Erfolgsmodell schon seit weit über 100 Jahren. Jetzt aber gerät dieses Modell ins Wanken, läuft weniger rund. Hauptgrund dafür ist der Handel, der zunehmend selber als Marke auftritt und so mit seinem eigenen Namen „Marken“-Produkte adeln kann. „Edeka“, „Rewe“, „Coop“, „Real“ steht heute auf Produkten, die qualitativ im Wettbewerb zu den führenden Marken stehen oder auch mal und immer häufiger etwas Eigenständiges sind. Die Händler werben (noch) nicht für diese Produkte im Einzelnen, aber sie machen sich jetzt selbst zu Marken-Stars der TV-Werbung und ihre eigenen Markenprodukte dabei gleich mit. Qualitativ können sie sich in der Regel sehen und oft auch schmecken lassen, preislich erscheinen sie günstig. Kein leichter Gegner für die Industrie-Marke. In den letzten Monaten hat die Marke zwar trotzdem wieder Marktanteile gewinnen können; das letzte Jahrzehnt aber ging klar an die Handelsmarke. Eine besondere Würze erhält das Ganze noch dadurch, dass dieser Gegner nicht dem gleichgestrickten Mitbewerber, sondern dem Kunden gehört. Wir widmen dem Spannungsfeld zwischen Marke und Handelsmarke ein Forum, in dem es unter anderem um die Markenprodukte beim Discounter, um Marktentwicklungen und Preise geht und um Gegenstrategien von Markenanbietern wie beispielsweise Iglo.

Besonders ausgeprägt ist das Handelsmarken-Spiel im Einzelhandel. Aber auch in der Gastronomie, der wir das zweite große Forum in dieser Ausgabe widmen, erobern sich die Eigenmarken von Großhandelsgruppen und Importhändlern zunehmend Anteile. Ihre Rolle entwickelt sich im traditionell weniger von Marken geprägten Profimarkt noch deutlich Industriemarken-ähnlicher als im Einzelhandel. Oft sind sie hier schon der emotional ansprechende Name des Vertrauens. Bei Vion Food Service mit seinen Industriemarken Salomon Foodworld und FVZ zählt eine klare Ausrichtung der Produkte und Unternehmen auf die Trends im Gastronomiemarkt zu den Zukunftsstrategien, erklärten uns die Geschäftsführer. Beim Service-Bund Großhändler Hambrock liegen die Markenprodukte von Vion im Tiefkühllager neben „Servisa“-Ware, der Eigenmarke der Großhandelsgruppe, aber auch neben Service-Bund Subbrands wie „Rodeo“ oder „Mermaid“, die mit Herstellermarken ebenso wie mit Servisa-Produkten konkurrieren.

Zum Ende unseres Sommer-Magazins hin wird’s international: Wir werfen einen intensiven Blick auf Spaniens Tiefkühl- und Italiens Einzelhandelsmarkt.

5 / 2016

Unsere Mai-Ausgabe zeigt einen wachsenden Tiefkühlmarkt mit einem deutlichen Plus bei Absatz und Umsatz in den dti-Zahlen für 2015 und einem anhaltenden Wachstum in den GfK-Zahlen aus dem LEH zum Jahresanfang 2016. Das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) dürfte sich durch diese Zahlen in seiner Arbeit bestätigt fühlen; sie knüpfen an ein jahrzehntelang kontinuierlich steigendes Plus bei TK-Produkten an. Und sie kommen genau richtig zum 60-jährigen Bestehen des dti, über das wir in dieser Ausgabe berichten.

Ermöglicht wurden diese Erfolge durch die Qualität der Tiefkühlprodukte und die Innovationsfreude ihrer Hersteller. Senkrechtstarter der letzten Jahre waren dabei die Backwaren, denen wir ein mehr als 30 Seiten starkes Forum widmen. Von Anfang an erfolgreich waren Gemüse, Früchte und Kartoffelprodukte – auch ihnen gilt ein Forum in dieser Ausgabe. „Superfoods“ sind ein roter Faden, der die Foren miteinander verbindet. Bislang noch nicht oder nicht mehr verwendete Saaten und Getreide beleben den Backwarenmarkt. Alte Sorten und Neues aus dem Meer geben Impulse beim Gemüse. Hinter all dem steht eine Sehnsucht nach Vertrautheit auf der einen und nach Gesundheit auf der anderen Seite. Natürlichkeit, Regionalität und Handwerk geraten in einen fruchtbaren Austausch mit Funktionalität, Internationalität und Effizienz. Das Ergebnis sind spannende Produkte, die den Markt weiter vorantreiben werden.

Dass es zum Gelingen die richtige Verarbeitungstechnik und ausgeklügelte Logistik braucht, liegt auf der Hand. Auch in diesen Bereichen tut sich viel, zeigt unser Forum Technik & Logistik. Alle Schritte in Verarbeitung, Lagerung und Transport stehen künftig in engem Austausch mit der Unternehmens-IT. Manch einem mag ja unheimlich werden, wenn rollende Drohnen die Waren aus dem Lager holen. Aber so sieht Zukunft sicherlich auch in der Tiefkühlbranche aus.

Im Länderforum Österreich steht Snackiges im Vordergrund: Bälle aus Brot sowie Pizza und Baguettes. Wir werfen einen Blick auf Spaniens Tiefkühlmarkt, in dem das Bundesernährungsministerium gute Exportchancen sieht, und unsere Länderreport-Serie berichtet über den britischen Lebensmittelmarkt, wo Aldi und Lidl für enorme Unruhe unter den Platzhirschen sorgen und das Referendum zum Verbleib oder Austritt aus der EU kurz bevorsteht.

4 / 2016

Weniger Salz, weniger gesättigte Fettsäuren, weniger Zucker… Das zieht sich als Thema schwerpunktmäßig durch unsere April-Ausgabe zieht. Ging es bislang darum, Zusatzstoffe aus unserem Essen zu verbannen, rücken jetzt zunehmend Bestandteile der Nahrung selbst ins Visier. Dass die schädliche Wirkung von Salz in der Wissenschaft ja noch durchaus umstritten ist, wie einer unserer Beiträge zeigt, ist nur ein Aspekt, der bei dieser Diskussion einen faden Beigeschmack hervorruft. Trotzdem: Die Tiefkühlbranche arbeitet längst intensiv an der Salzreduktion, zeigt unsere Umfrage unter Herstellern von Fertiggerichten und Snacks. Die zunehmende Vermeidung von Gluten sowie Fleisch und tierischen Produkten in Highconvenience überhaupt ist ebenfalls Themen in diesem Forum.

Convenient wird es dank Tiefkühlkost auch zur Europameisterschaft und zur Grillsaison. Für beide Anlässe hält die Tiefkühlbranche eine Vielfalt passender Produkte bereit. Mit jeweils einem eigenen Forum geben wir einen breiten Überblich darüber.

Das Forum Fisch & Seafood zeigt eine Branche im Wandel. Galt Fisch manchem bis vor kurzem vielleicht noch als ein wenig angestaubt – das ist jetzt endgültig vorbei. Fisch wandelt seine Form in rasantem Tempo zu einem höchst zeitgemäßen Nahrungsmittel, das seine Vorteile bei Geschmack, Vielfalt, Gesundheit und Nährstoffen nun auch in den aktuellen Trends voll auszuspielen weiß. Wir zeigen, wie Fisch jetzt in Form von Streetfood und Tapas daherkommt oder auch edel aufgemacht, super tiefkühl-frisch und natürlich rundum kontrolliert. Dass ein absoluter Klassiker dennoch die Nase weiterhin vorne hat, ist kein Widerspruch. Denn er, das Fischstäbchen, ist auch sechs Jahrzehnte nach seiner Erfindung ein absolut gefälliges Produkt und geht mit Kartoffelsalat ebenso wie als Burger oder in der Fish & Chips-Tüte. Oft kopiert, aber nie erreicht – vielfach angefeindet, aber nie ins Wanken gebracht. Wir widmen dem 9 Zentimeter kurzen, 30 Gramm leichten und zu zwei Drittel aus Fisch, zu einem Drittel aus Panade gefertigten Convenience-Bestseller einen ganz besonderen Schwerpunkt, der in Hinblick auf die Pickenpack-Insolvenz den Markt und die Akteure darin zudem besonders intensiv beleuchtet.

Die Vorschau auf die Seafood-Messe in Brüssel, die von den Terrorattentaten in Europas Hauptstadt überschattet wird, ist ein weiteres Thema. Und auch Zahlen zur Marktentwicklung gibt es in diesem Forum Fisch & Seafood. Die sind diesmal nicht wirklich toll. Grund ist, dass die führenden Discounter seit zwei Jahren Fischfilets – teils aufgetaut, teils nie eingefroren – auch in der Kühlung verkaufen: sb-verpackt unter Schutzgas-Atmosphäre. Sie haben sich zum starken Konkurrenten der tiefgekühlten Filets innerhalb derselben Läden entwickelt – und das, obwohl sie zum einen teurer und zum anderen im Vergleich zu Tiefkühlware von teils zweifelhafter, in jedem Fall aber schnell vergänglicher Frische sind.

Unsere Länderreport-Serie verlässt Südamerika und kehrt in den Nahbereich zurück. Frankreich ist das Thema des ersten „Länderreports Westeuropa“. Der minus 18 Marktbesuch galt diesmal Tegut: wir schauten, was die Investitionen von Migros in die Tegut-Läden in der Praxis bedeuten. Die Internorga gelangt im Tiefkühlsegment zu immer größerer Bedeutung. Wir haben dort rund 40 Aussteller besucht und zeigen in Wort und Bild, was sie an Neuem und Erfolgreichem nach Hamburg mitgebracht hatten.

3 / 2016

Der Tiefkühlmarkt wächst weiter. Jetzt auch wieder im Einzelhandel, wie die Statistiken in unserer März-Ausgabe zeigen. Vor allem aber spielt die Musik zurzeit im Außerhausmarkt, der zu den Gewinnern des gesellschaftlichen und demographischen Wandels gehört. Ihm widmen wir mit über 60 Seiten den Schwerpunkt dieser Ausgabe. Mit dabei: Snacks und Mahlzeiten für Schüler und das weiter an Beliebtheit steigende Frontcooking – das unter anderem in Food Trucks einen neuen Ausdruck findet. Food Trucks fahren auch vor dem Eingang der Internorga auf, wenn diese im März den Blick der Gastro-Welt auf sich lenkt. Wir zeigen im Vorfeld dieser Messe, welche Konzepte und Ideen, vor allem aber, welche Produkte aus der Tiefkühlwelt die Gastronomie dort erwarten werden. Zusammen mit der parallel zur Internorga stattfindenden Gastro Vision nimmt diese Produktwelt mehr als 30 Seiten unserer März-Ausgabe ein. Langweilig für Einzelhändler? Mitnichten – denn vieles, was hier für Gastronomen entwickelt wurde, ist auch für ihr Geschäft interessant – für dessen gastronomische Angebote und als Zukunfts-Sortiment für die Tiefkühltruhe.

Themenwelten vermischen sich in der Food-Branche ebenso wie bei uns im Magazin. Das große Forum Eismarkt zeigt die Neuheiten zur Saison 2016 – und das sowohl für den Einzelhandel als auch für die Gastronomie. Und Eis im Frontcooking – in diesem Fall sollte es wohl eher Frontcooling heißen – bietet jetzt ein Food Truck (Icecream Truck) an. Da wird Frische und Erleben zu einer Einheit, die die Tiefkühlwelt ebenso wie Gastronomie und Einzelhandel zu eigenen Ideen inspirieren könnte.

Inspirierendes berichten wir zudem im Länderforum Österreich, wo beispielsweise das Spanferkel neu und convenient als „Kräuterferkel“ in den Handel kommt und Großbäcker die Tiefkühlung nutzen, um Traditionelles superfrisch an den Kunden zu bringen. Dann springen wir weiter hinaus in die Welt. Unsere Korrespondentin Joyce berichtet aus Peking von den Sorgen der Chinesen um Nahrungsmittelsicherheit und wie sich daraus ein großer Trend hin zu Importwaren und Bio entwickelt hat. Und unsere Serie Länderreport schließt in dieser Ausgabe das Thema „Amerika“ mit Uruguay ab, der „Schweiz Südamerikas“. Ab April folgen wir dann einem vielfach geäußerten Wunsch unserer Leser und beleuchten in den Länderreports den Nahbereich: Westeuropa.

1-2/2016

Eine Vielfalt von Trends prägt aktuell den Lebensmittelmarkt. Die Ernährung selbst ist inzwischen zum Trend mit vielfältigen Modeerscheinungen geworden. Unser „Jahresheft der Tiefkühlwirtschaft 2016“ beleuchtet die für die TK-Branche wichtigen Entwicklungen darin mit Blick auf Großhandel, Einzelhandel, Gastronomie, Import und Industrie wie auch auf die einzelnen Warengruppen der Tiefkühlwirtschaft und ihre erfolgreichsten Neuprodukte:

Die Menschen gehen seltener in Lebensmittelmärkte und kaufen dort weniger. Aber auch der Online-Handel mit Lebensmitteln kommt noch nicht richtig in Fahrt. Die Hersteller erleiden Absatz- und Umsatzrückgänge. Außer Haus wird dafür häufiger und situativer gegessen, aber im Prinzip gibt es auch dort kaum steigende Mengen. Eine vermeintlich wachsende Zahl an Veganern und Vegetariern, aber vor allem die große Zahl der Flexitarier üben sich in Fleischverzicht, greifen öfter zu fleischfreien Produkten. Aber der Fleischabsatz scheint 2015 in Deutschland dennoch gestiegen zu sein und die Hersteller tiefgekühlter Gemüse- und Kartoffelprodukte erleben aktuell keinen wirklichen Veggie-Boom. All das passt nur sehr bedingt zusammen und lässt Fragen offen, deren Beantwortung uns und die Branche 2016 weiter beschäftigen wird.

Der Einzelhandel weiß Tiefkühlkost zu schätzen, hat aber auch noch Wünsche an die Hersteller. Im Großhandel bahnt sich bei C&C und Zustellern ein Kampf der Giganten an. Zum Thema Gastronomie schauten wir aus aktuellem Anlass vor allem, wie die vielen ins Land gekommenen Flüchtlinge versorgt werden. Von Caterern, die oft ohne jede Vorwarnung einige hundert Menschen mehr – oder weniger – zu versorgen haben, verlangt das große Flexibilität und Einsatzwillen ab. Und die Beschäftigung mit anderen Essenswünschen, Vorlieben und Restriktionen.

Bei den TK-Produkten bleibt der Wunsch nach immer mehr Convenience ein großes Thema. Bei Highconvenience steht Vegetarisches, trotz des oben gesagten, weiterhin im Fokus. Deutlich wird in allen Sparten das steigende Bewusstsein der Verbraucher für Ernährungsthemen, der Wunsch nach Natürlichkeit, Transparenz, Qualität und Nachhaltigkeit. Beim Tierwohl bewegt sich ebenfalls einiges – und all das muss, gut zu hören, nicht mehr zum Nulltarif sein.

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12 / 2015

Mit vier starken Forum-Themen geht unsere Dezember-Ausgabe in den Jahres-Endspurt: Highconvenience, Außerhausmarkt, Österreich, Technik & Logistik. Viel Fleisch kommt dabei in diesem Forum Highconvenience nicht auf den Tisch. Die meisten Hersteller haben nämlich aktuell vor allem im vegetarischen oder auch veganen Bereich Neues entwickelt und damit noch vorhandene Lücken im tiefgekühlten Veggie-Sortiment für LEH und Außerhausmarkt geschlossen.

Der demografische Wandel ist in vollem Gange, macht unser Forum Außerhausmarkt deutlich. Die Zahl der Älteren in der Bevölkerung wächst und mit ihr der Bedarf an Mahlzeiten für Senioren in Tages- und Dauer-Einrichtungen, zuhause oder unterwegs. Hier setzen wir daher einen thematischen Schwerpunkt und besuchten dafür unter anderem das Seniorenzentrum Warstein, das den Spagat zwischen Senioren- und Kinderverpflegung meistert. Weil der Geschmackssinn im Alter nachlässt gilt es, in der Seniorenküche neue Schwerpunkte hinzuzunehmen: Kontrast, Textur und beim Servieren eine hübsche Dekoration. Auch damit befassen wir uns in einem Beitrag. Und die DLG bietet jetzt speziell für die Zielgruppe Seniorenverpflegung Sensorik-Tests an. Snacking ist ein weiterer Schwerpunkt in diesem Forum. Es beginnt mit einem neuen Konzept in der Kölner Lanxess Arena und es setzt sich mit vielen Neuheiten bei den Produktvorstellungen fort.

Neue Konzepte gibt es auch im Länderforum Österreich zu entdecken. Zum Beispiel die Bistrobox: Mit knuspriger Automaten-Pizza in wenigen Minuten und einem ideenreichen, multimedialen Bistro-Konzept macht sie Lust auf Fast-Food. Pfiffige Produktideen gab es auf der Branchenmesse „Alles für den Gast“ zu sehen – ebenfalls zum Nachlesen im Länderforum.

Präzision beim Abfüllen und Wiegen, Transportbänder, die ein Verrutschen der Ware im Froster verhindern und das hoch effektive Sortieren und Kontrollieren von Erbsen, Pommes frites & Co. in Rundumansicht: Das sind die Startthemen unseres Forums Technik & Logistik. Sie machen deutlich, wie rasant die Technik voranschreitet und wie viel mehr Effizienz sich noch in einzelnen Produktionsschritten herausholen lässt. Wesentliches Potenzial zudem noch im Thema Energie. Das machten die Vorträge beim Kälteforum 2015 deutlich, das wir gemeinsam mit der Rekordzahl von rund 200 Logistikern in Hamburg besuchten. Wir fassen die energiegeladenen Vorträge zusammen.

Rund um die Foren bieten wir das ganze minus18 Themenspektrum von News und Neuprodukten, Marktforschung und Marktbesuch bis hin zu unserer Serie Länderreport, die diesmal das arme aber kreative Bolivien beleuchtet, das eine Umverteilung von Reich in Richtung Arm angegangen ist und ein enormes Wirtschaftswachstum hinlegt.

11 / 2015

Eine Anuga der Aussteller-Rekorde ist Kernthema unserer November-Ausgabe. Auch die Besucherzahlen zogen wieder an und es gab mehr Neuheiten zu entdecken und sogar einige echte Innovationen. Die Neuheiten-Fülle gerade im TK-Bereich, die wir in Ausgabe 11-2015 präsentieren, ist klare Folge starker Trends: Die Themenbereiche Vegetarisch und Vegan brachten viel Neues für LEH und Außerhausmarkt hervor. Kaum ein Highconvenience-Anbieter, der nicht zumindest einige tierfreie Varianten im Messegepäck hatte. Selbst in den Fleischhallen war Fleischloses allgegenwärtig. Zudem gab es eine Fülle neuer gluten- und laktosefreier Produkte zu entdecken. Beim Eis, bei Backwaren, bei Paniertem…

Der Taste-Award, mit dem die Koelnmesse innovative Produkte hervorhebt, stellte noch mehr TK-Waren heraus als in der Vergangenheit. Als echte Innovation unser persönlicher Favorit: Der tiefgekühlte Kräutertee im Teebeutel von Darégal. Für den LEH  ist diese Idee wohl zu erklärungsbedürftig, aber Profis könnten die Vorteile schnell erkennen: In Restaurants und Hotels bietet sich die Chance, Kräutertee deutlich wertiger rüberzubringen. Echt innovativ sind auch Geflügel- und Gemüse-Eis. Das hat es hierzulande noch nicht gegeben – aus gutem Grund, möchte man meinen.

Deutlich höher dürften diese Chancen bei Taste-prämierten Fertiggerichten und Snacks liegen. Besonders bei Tillman’s Ping. Mit Geschmacksrichtungen von Currywurst bis BBQ (und natürlich auch einer vegetarischen Variante) knüpft Ping an Gelerntes seiner Zielgruppe an und verbindet es mit der (für Deutschland) innovativen Zubereitung in der Mikrowelle (in 90 Sekunden). Ganz ohne kochen.

Ohne Kochen… auch das ist Trend, selbst wenn die von uns zitierten Marktforscher sich nicht einig sind, ob nun 86 Prozent der Deutschen selber kochen (Nielsen), um die Kontrolle über ihr Essen zu behalten, oder nur noch 34 Prozent häufig kochen und 25 Prozent gelegentlich (BVE/GfK). Auch in den vielen gastronomischen Angebotsformen, die den stark rückläufigen Im-Haus-Verzehr ersetzen, wird heute weniger „gekocht“ und mehr „zubereitet“. Mit convenienten und qualitativ immer besser werdenden Komponenten, über die unser November-Magazin ebenfalls berichtet.

10 / 2015

Convenience ist das starke Thema auf der Anuga und im Tiefkühlmarkt insgesamt. Pizza, Pasta, Fertiggerichte und Snacks sind Leitprodukte der Tiefkühlkost und nehmen allein fast 50 Seiten des Trendforums in unserer Oktober-Ausgabe ein (ab Seite 36). Gemüse zieht im Veggie-Trend auch und gerade als Highconvenience nach oben (S. 112). Bei Fleisch, Wild, Geflügel und Fisch (S. 82 bis 111) sind höhere Conveniencestufen ebenfalls ein Top-Thema – neben den küchenfertigen Rohwaren, bei denen der Trend deutlich in Richtung Premium zeigt. Convenience ist auch im süßen Segment zunehmend gefragt. Die Produkte sollen hier nach Möglichkeit nur noch aufgetaut werden müssen. Gefragt sind dabei zum Beispiel Mono-Desserts, die Endverbrauchern und der Gastronomie ein einfaches Handling sowie Kalkulations- und Gelingsicherheit garantieren und dennoch viele individuelle Gestaltungsmöglichkeiten offen lassen (S. 130 bis 162).

Convenience wird auch auf der Gast-Messe in Salzburg hoch gehandelt, auf die wir im Länderforum Österreich ausführlich vorausschauen (ab S. 163). Und selbstverständlich findet der Trend zu gebrauchsbequemen Produkten ebenfalls seinen Niederschlag im Bereich der Produktions- und Anlagentechnik. Tauchbad- und Pelletfroster werden beispielsweise durch diesen Trend deutlich beflügelt (S. 176).

Ist Convenience bei uns schon die treibende Kraft der Tiefkühlbranche, legen andere Märkte da noch etwas drauf, durften wir bei einem Besuch in Japan erleben. Einfachstes Handling und narrensicherste Zubereitung sind dort oberstes Gebot. Wir konnten uns in Japans Einzelhandel und in Fabriken umsehen und über nie zuvor geahnte Produkte, Verpackungen, Produktionstechniken und Hygiene-Akribie staunen und berichten (S. 46).

Zu den weiteren Themen der Oktober-Ausgabe gehören der demografische Wandel und wie die Wirtschaft sich darauf bei der Mitarbeiter-Gewinnung und –Ausbildung einstellt, Metro C&C im Vegan-Trend und die korrekte Angabe des „Tags des ersten Einfrierens“ aus Rechtsanwalt-Sicht. Wir beleuchten die Trends, Absatz- und Umsatzzahlen im dänischen Tiefkühlmarkt, schauten uns das Tiefkühl-Paradies im Edeka-Center in Berlin-Moabit an und zeigen in unserem Länderreport Südamerika die Stärken und Schwächen der (Food-)Wirtschaft Perus auf.

9/2015

Neue Produkte sind Zugpferde. Auch in der Lebensmittelbranche. Der Mensch ist neugierig, und auch wenn vielen das vorhandene Angebot eigentlich ausreicht: Diese Neugier treibt dann doch zum Kauf, hat Nielsen in Umfragen ermittelt (S. 18). Gerade wenn das Neue an Bekanntes anknüpft, lassen sich schnell Erfolge erzielen, weiß Iglo-Geschäftsführer Francesco Fattori im Interview ab Seite 34 zu berichten. Die Conditorei Coppenrath & Wiese macht sogar ein stolzes Viertel ihres Umsatzes mit Produkten, die noch keine drei Jahre im Markt sind, bekräftigt deren Geschäftsführer Andreas Wallmeier die Wichtigkeit der Neuprodukte (S. 98). Und auch beim Eis sind sie trotz der vielen beliebten Klassiker unverzichtbar, erfuhren wir von Nestlé Schöller Geschäftsführer Robert Aderbauer (S. 120).

Neue Produkte spielen in diesem Magazin mit seinem Schwerpunkt auf Trends für die Herbst- & Wintersaison und zur Anuga natürlich wie immer eine Hauptrolle. Denn mit Beginn der kühleren Jahreszeit schaltet das Augenmerk der Verbraucher wieder aus Richtung Urlaub und Sommervergnügen in Richtung Magen und Gaumen um. Der ideale Zeitpunkt also, um mit Neuem auf den Markt zu kommen. Verstärkt wird diese Tendenz einmal mehr durch den schnellen Wandel der Bedürfnisse auf Basis des ebenso schnellen Wandels in der Gesellschaft. Und natürlich durch die Anuga, denn Messen sind immer noch eine gute Gelegenheit, Neues ins Rampenlicht zu rücken, auch wenn inzwischen viele Neuprodukte den Handels-Einkäufern zunächst direkt präsentiert werden.

Im Bewusstsein, wie wichtig sie eigentlich sind, fordert der Handel immer wieder Neuheiten von den Herstellern. Andererseits klagt er ebenso häufig über „zu viele Neuheiten“, für die der Platz in den Truhen oder Ordersätzen geschaffen werden müsse – und die Aufmerksamkeit bei den Kunden. Von diesem Wechselspiel aus „Wunsch nach Neuem“ und „Ablehnen von Neuprodukten“ berichten auch Hersteller immer wieder und finden es zum Teil schwierig (oder teuer), Neues bei Groß- und Einzelhandel überhaupt in die Listung zu bekommen. Hinzu kommt auf beiden Seiten die Frage, wie neu das Produkt denn nun sein darf. Nur modifiziert oder gänzlich neu? Modifikationen können schnelle Erfolge bringen – siehe oben. Mehr Zeit wird es brauchen, verankerte Gewohnheiten zu verändern und beispielsweise den Deutschen das Kochen mit der Mikrowelle schmackhaft zu machen. Iglo will diesem Thema jetzt trotzdem Dampf machen, weil es zukunftsträchtig ist.

Wo ein Wille ist, findet sich ein Weg, beweist dazu schon mal ein kleiner Einzelhandel in Berlin (S. 24). Wenn Öz-Gida ein tolles Neuprodukt an den Kunden bringen will, dann gibt es dazu Flyer, Plakate und eine Zweitplatzierung in einer separaten Truhe. „Das wirkt“, so die Erfahrung, die sicherlich auch andere machen könnten.

7-8/2015

„Nichts ist so beständig wie der Wandel.“ Die Wahrheit dieses von Heraklit schon vor 2.500 Jahren geprägten Wortes erfährt die Lebensmittelwirtschaft aktuell auf allen Ebenen. Die Gastronomie hat seit geraumer Zeit wieder steigende Umsätze, aber nicht unbedingt in ihren etablierten Bereichen. Neues kommt hinzu, zeigt unser Forum Außerhausmarkt, und nagt dabei am Bestehenden. Food Trucks bauen ihre Wagenburgen für Hungrige auf, Fastfood-Konzepte mit Edeltouch nehmen den Platzhirschen Umsatz weg und immer mehr Kreuzfahrtschiffe ziehen für ein oder zwei Wochen die Vollverpflegung für Zigtausende von Reisenden an sich, die in dieser Zeit weder beim Kaufmann noch beim Gastwirt einen Euro lassen.

Der Einzelhandel verkauft das Essen, das zusätzlich außer Haus genossen wird, entsprechend weniger. Theoretisch. Praktisch bietet auch er immer mehr Restaurant-Konzepte und Food to go und holt sich damit zum Teil zurück, was ihm gastronomisch abgezweigt wird. So werden Bäcker und Fleischer und seit einiger Zeit zunehmend der Super- und Verbrauchermarkt zum Konkurrenten des etablierten Gastro- und To-go-Geschäfts. Im LEH und GV-Großhandel liefern sich zudem die Marken und Handelsmarken einen Zweikampf, der sich gewaschen hat. Dazu mehr in unserem Forum Marke/Handelsmarke.

Als wäre all das noch nicht Wandel genug, grätscht die Online-Wirtschaft den Gastronomen und nun zunehmend Einzelhändlern ins etablierte Geschäft. Nachdem sich Konsumenten schon seit langer Zeit in kontinuierlich steigendem Maße Essen fertig zubereitet ins Haus bringen lassen – längst nicht mehr nur die Pizza –, kommt nun das bislang eher entfernte Donnergrollen aus der Nische Online-LEH deutlich näher. Die Anbieter werden besser, die Sortimente umfangreicher, die Preise nähern sich denen im stationären Handel. Ein Hauptproblem, gerade für Kühl- und Tiefkühlkost, bleibt noch die Übergabe der Ware an den Kunden. Der muss dafür in der Regel immer noch zu Hause sein, will sich darauf aber eher ungern festlegen. Ist dieser Punkt erst gelöst – die Ideen dazu werden immer mehr, beschreibt unser Forum Online-Handel – könnte es einen erdrutschartigen Umbruch geben, der LEH und Heimdiensten einen schnellen Wandel auferlegt.

tk-report minus 18 geht mit dieser Ausgabe in die Sommerpause. Unser nächstes Magazin erscheint am 11. September mit einer ersten Vorschau auf die Anuga und die Trends für Herbst und Winter. Wir wünschen Ihnen, liebe Leser, einen wunderbaren, sonnigen Sommer. Vielleicht nutzen Sie ihn auch, um einmal in Ruhe über die minus 18 Tiefkühlmesse auf dieser Website zu schlendern. Sie bringt Ihnen neben vielen Informationen zusätzlich den direkten Zugang zu den Ausstellern, ihren Produkten und Dienstleistungen.

5-6 / 2015

Salz und Weizen gehören zu dem Vielen, was in letzter Zeit als Angstmacher in den Blickpunkt gerückt ist. Teils zu Recht, zum Teil aber auch überzogen – wie so vieles, was heutzutage kritisiert wird. Für Bäcker gehört beides zum täglich Brot. Ein Grund für uns, dem Salz und dem Weizen in unserer Mai-Ausgabe einmal ein besonderes Augenmerk zu schenken.

Backwaren sind in diesem Magazin mit über 30 Seiten das stärkste Forum. Sie sind die absatzstärkste Warengruppe in der Tiefkühlwirtschaft, mit weiter steigender Tendenz. Zwar haben die wachsende Zahl der Backstationen im Einzelhandel und der zunehmende Außerhaus-Konsum zu einem Minus beim TK-Verkauf direkt an Endverbraucher geführt. Dafür konnte die Warengruppe im Foodservice aber umso stärker hinzugewinnen. Sie bedient eine Vielzahl von Trends und kann ihre Top-Position im To-go-Markt mit spielerischer Leichtigkeit durch Produktvielfalt und leckere Ideen mühelos weiter ausbauen. Auch bei den Bäckereien nimmt der Snackverkauf von Jahr zu Jahr zu. Sie mutieren damit vom Einzelhandel zum Foodservice und sind im deutschen Snackgeschäft inzwischen die Nummer 1.

Während TK-Backwaren weiterhin boomen, ist das Wachstum bei tiefgekühltem Gemüse und TK-Kartoffelprodukten trotz des Veggie-Trends nur verhalten und am besten im Zehnjahres-Rückblick zu erkennen. Doch jede der beiden Warengruppen für sich ist mit über 400.000 Tonnen Jahresabsatz ein echtes Schwergewicht. Und da tiefgekühlte Gemüse- und Kartoffelprodukte im Trend zur fleischlosen Convenience immer öfter als Pizza, Fertiggericht oder Snack in die Statistik einfließen, entzieht sich der Trend ohnehin der direkten zahlenbasierten Analyse.

Die Handelsmarken-Messe PLMA, Neues im Bereich Technik und Logistik und unser Länderforum Österreich sind weitere Schwerpunkte in diesem Magazin, das als Doppelausgabe zum Leser kommt. Mit unserer nächsten Ausgabe im Juli startet dann die zweite virtuelle minus 18 Tiefkühlmesse als Magazin und im Internet. Schon jetzt haben zahlreiche Aussteller ihre Standfläche dafür gebucht.

4 / 2015

„Vegetarisches ist wirklich Trend“, stellten wir in unserer November-Ausgabe nicht ganz ohne Überraschung fest. Jetzt, ein halbes Jahr später, müssen wir noch eine Schippe drauflegen: Das sieht schon fast nach Megatrend aus. Egal, wohin wir beim Erstellen unserer April-Ausgabe schauten: Überall ist „weniger Fleisch“ angesagt. Beim Grillen, beim Burger, bei Fertiggerichten und Snacks erobern sich die Rezepturen ohne Fleisch vehement Marktanteile. In unserer Umfrage zu den Trends im Highconvenience-Markt (ab Seite 82) stellten sich Vegetarisch und Vegan bei fast jedem der antwortenden Unternehmen als Top-Themen heraus. Auf der ­Internorga (Seite 24) war beides in aller Munde.

An den Vegetariern allein kann das nicht liegen. Ihre Zahl liegt in Deutschland immer noch im einstelligen oder allenfalls ganz knapp zweistelligen Prozentbereich. Offenkundig werden auch die Flexitarier mit diesen Produkten angesprochen – die Menschen also, die nicht immer auf Fleisch verzichten, aber immer öfter. Für manch einen Verbraucher gilt heute auch: „Weniger Fleisch, aber dafür hochwertiges“. Besonders bemerkbar macht sich das bei Burgern (ab Seite 109) und bei Steaks. Und allen vegetarischen Ideen zum Trotz kommt edles Fleisch auch in der Grillsaison 2015 (ab Seite 119) vermehrt auf den Rost – von Wildfleisch über Lamm bis hin zu Edel­-Steaks und Edel-Burgern. Ob die vegetarische Entwicklung die Fleischwirtschaft langfristig beunruhigen muss, ist noch nicht abzusehen. 2014 wurden zwar 5 Prozent weniger Fleisch verzehrt als im Vorjahr, gleichzeitig aber stieg die Produktion deutscher Schlachthäuser auf ein Allzeithoch.

Auch beim Fisch sind Zukunftsprognosen aktuell schwierig. Ob Vegetarier und Flexitarier ein Grund für den 2014 im LEH leicht rückläufigen Verkauf von tiefgekühltem Fisch sind (Seite 36), hat noch kein Marktforscher ergründet. Zu anderen Fisch-Fragen aber hat der Norwegian Seafood Council jetzt gerade tief in die Seele des deutschen Verbrauchers geblickt und einen Bericht über seine daraus gewonnenen Erkenntnisse veröffentlicht (Seite 46). Genuss und Convenience sind bei Meereskost Top-Themen für die Deutschen, so eine der Erkenntnisse. Dabei stehe Frischfisch eher für Kulinarik, der dreimal mehr verkaufte TK-Fisch hingegen eher für die Bequemlichkeit. Kein Zweifel: das kulinarische Image von TK-Fisch muss noch zurechtgerückt werden. Ein tiefgekühltes Fischfilet, eine TK-Garnele oder seit neuestem auch der tiefgekühlte Hummer (Seite 60) stehen qualitativ gewiss nicht hinter „Frisch“ware zurück. Das muss vom Verbraucher und Koch-Profi aber noch wahrgenommen werden.

3 / 2015

Die Trends im Gastronomie-Markt sind das große Schwerpunktthema der Märzausgabe von tk-report minus 18. Im Vorfeld der Internorga widmen wir ihm rund 50 Seiten – davon allein gut 30 Seiten mit all den spannenden neuen Produkten, die auf der Messe zu entdecken sein werden.

Die Eisneuheiten zur Saison 2015 sind das zweite starke Forum in diesem Magazin: Wir stellen vor, was die beiden großen Marktführer in diesem Jahr für Einzelhandelskunden und Gastwirte zu bieten haben, und zeigen auch die vielen leckeren Naschprodukte, mit denen kleinere und eine neuerdings überraschend steigende Anzahl kleinster Produzenten ins Eis-Frühjahr starten.

Unser Länderforum Österreich zeigt die Alpenrepublik als neuen starken Player auch auf dem internationalen Markt: die Exportquote bei Lebensmitteln stieg von 17 Prozent im Jahr 1995 auf aktuell schon über 60 Prozent. Neue Produkte, die diesen Trend weiter vorantreiben sollen, reichen von klimaneutralen TK-Kartoffelprodukten bis hin zu handgerollten Semmelknödeln.

Am 24. März öffnet mit der Anuga Foodtec in Köln eine der weltweit bedeutendsten Verarbeitungstechnologie-Messen für die Lebensmittelindustrie ihre Tore. Ihr widmen wir ein eigenes Forum, in dem wir vorab einen Blick vor allem auf die in Köln präsenten Froster-Hersteller werfen. Doch auch Auftau-, Verarbeitungs- und Verpackungstechnologie sind Thema in dieser Vorschau.

1-2 / 2015

Regional, international, rustikal und snackig: Highconvenience zeigt sich im gerade erschienenen Jahresheft der Tiefkühlwirtschaft wandlungsfähig und innovationsbewusst. In der Hitparade der erfolgreichsten Neueinführungen aus dem Jahr 2014 stehen gerade diese Eigenschaften im Blickpunkt. Bei den Fleisch- und Geflügelprodukten werden zudem, dem Trend der Zeit gemäß, die aktuell klaren Anstrengungen der Marktteilnehmer für mehr Tierwohl immer wichtiger. Bei Fleisch zeigt sich zudem aktuell, dass weniger auch mal mehr sein kann: Kleinere Portionen kommen groß raus. Bei Fisch & Seafood ist Nachhaltigkeit mehr als in jedem anderen Segment zum Muss im deutschen Markt geworden: Je Siegel desto lieber. Convenience und Abwechslung sind hier gefragt und die Panaden werden dünner.

Höhere Veredelungen liegen bei den Feldfrüchten im Trend – bei Gemüse, Obst und Kartoffelprodukten. Das gilt für Profi-Köche ebenso wie im Einzelhandel. Klassiker erleben ein Revival in neuer Form und Rezeptur. Bei den Backwaren sind traditionelle Rezepturen „wie handgemacht“ gefragt, doch auch internationales Naschwerk von Croissant bis American Bakery bleibt hoch im Kurs. Im herzhaften Bereich dominieren Snacks für den To-go-Markt und rustikale Rezepturen mit handwerklichem Erscheinen. Beim Eis sind cremige Klassiker ebenso gefragt wie fruchtige Alternativen. Dabei bauen Bio und Frozen Yogurt ihre Nischen teils gemeinsam aus. Apropos Bio: Diesem Thema widmen wir uns im Vorfeld der Biofach-Messe intensiv – und kommen zu dem Schluss, dass Regional Bio als Trend vielleicht ergänzt, aber ganz gewiss nicht ersetzt hat.

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12 / 2014

Die Feiertage werden kulinarisch. Auch beim Discount. In manch einem Haushalt kommt 2014 das komplette Weihnachtsmenü von Aldi, Lidl, Penny oder Netto. Der Großteil der Tiefkühlkost wird dabei unter den eigenen Premium-Marken dieser Händler verkauft. Aber nicht überall haben Handelsmarken die Nase vorn, zeigen wir in einem weiteren, nicht ganz so weihnachtlichen Beitrag der tk-report minus 18 Dezember-Ausgabe, die heute, am 12.12.2014, erscheint: Im Highconvenience-Markt konnten die Marken 2014 bei Pizza und Snacks enorm punkten. Nur bei Fertiggerichten lagen die Handelsmarken vorn.

Tiefkühlkost in der Gastronomie ist ein weiteres Schwerpunktthema im Dezember. Küchenchefs setzen sie immer mehr ein, aber nicht alle tun das gerne, macht eine Befragung deutlich: TK hat die Küchen längst erobert, doch die Herzen noch nicht. Dabei kann ein kluger Einsatz der eiskalten Helfer für Anwender und Gäste/Patienten erhebliche Vorteile bringen, macht unser Praxisbeispiel aus der Diätküche im Krankenhaus Hetzelstift in Neustadt an der Weinstraße deutlich.

Tolle TK-Neuheiten für die Gastronomie zeigt das Forum Außerhausmarkt ebenso wie das Länderforum Österreich, für das sich unsere Salzburger Redakteurin ausführlich auf der Fachmesse „Gast“ umsah. Die Fachmesse Sial in Paris besuchte derweil unsere dortige Korrespondentin und sah eine ganze Welt der Tiefkühlkost, die, so eine sich anschließende Studie amerikanischer Marktforscher, auch in den kommenden fünf Jahren weiter wachsen wird. Hauptsächlich in den aufstrebenden Märkten Asiens und Südamerikas.

„Die Alpen müssen weg“ war eine nicht ganz ernst gemeinte Forderung beim Thema „Logistik-Hemmnisse in Europa“, mit dem wir uns im Forum Technik & Logistik befassen. Kontrovers diskutiert wird zudem über die nachhaltigsten Lösungen bei der Transportkühlung. Und wir berichten über die Nagel-Group, die nur drei Jahre nach ihrem Markteintritt im TK-Bereich bereits zu den Großen in diesem Sektor zählt.

11 / 2014

Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR), die soziale Unternehmensverantwortung, sind Schwerpunkte bei tk-report minus18 im November. Wir beleuchten die vielfältigen Facetten dieser Themen, angefangen mit Konzepten in Einzelhandel und Gastronomie über Beispiele aus produzierenden Unternehmen und der Fischwirtschaft bis hin zur passenden Technik für Verarbeitung, Lager und Transport.

Nicht direkt der Nachhaltigkeit und CSR, aber doch dem thematischen Umfeld sind zwei weitere Themen-Schwerpunkte zuzuordnen – Tierwohl und der Trend zu fleischarmer oder fleischloser Ernährung. Wir berichten über den Stand der Tierwohl-Diskussion und zeigen an Beispielen, wo es bereits besser läuft. Dass dabei Tierwohl auch und vor allem eine Frage des Verkaufspreises ist, scheint allen Seiten klar zu sein.

Manch einer verzichtet inzwischen ganz auf Fleisch. Dass ethische Gründe und Tierwohl dabei gar nicht die Hauptrolle spielen, zeigen die von uns im Forum „Vegetarische Produkte“ veröffentlichten Marktforschungsergebnisse. Die eigene Gesundheit und der Genuss stehen für viele an erster Stelle. Dass Vegetarisch und Vegan tatsächlich ein Trend ist, wie sehr die Tiefkühlbranche inzwischen darauf eingeht und welche Vielzahl an fleischfreien Convenience-Produkten mittlerweile für Groß- und Endverbraucher tiefkühlfrisch bereitstehen, zeigt die große minus18-Umfrage zu diesem Thema.

Ein erfolgreiches Babykost-Konzept aus der Tiefkühltruhe, eine edle Tiefkühlabteilung ganz in Eichenholz, die ersten Untersuchungen von TK-Produkten durch Stiftung Warentest im Jahr 1966, ein wachsender Tiefkühlmarkt in Japan und die Lebensmittelwirtschaft in Australien sind weitere Highlights bei tk-report minus 18 im November.

10 / 2014

Der Herbst wird cool: Mit vielen neuen Produkten für Endverbraucher und Profiköche ist die Tiefkühlwirtschaft in die kühle Jahreszeit gestartet. Auf weit über 100 Seiten sind sie und die Trends, die sie umsetzen, das Hauptthema der Oktober-Ausgabe von tk-report minus 18, unseres zweiten Trendhefts zum Auftakt der Saison. Bequeme Handhabung und kurze Zubereitungszeiten sind gefragt – und immer mehr steht die Natürlichkeit der Produkte im Vordergrund. Hier kann die Tiefkühlkost ihre Stärken voll ausspielen. Und das tut sie auch, wie die Beispiele zeigen.

Kinder mögen gerne Nudeln und stehen nicht auf Kohl. Dies – und mit welchem Essen man den Nachwuchs noch begeistern oder verschrecken kann – zeigen wir anhand von Marktforschungsergebnissen. Und im Vorfeld des Sial wird es besonders international: Wir werfen einen Blick auf die Verbraucherprofile in neun wichtigen Ländern der Welt.

Im Länderforum Österreich stehen Nachhaltigkeits-Bestrebungen im Vordergrund, bei denen sich aktuell die Rewe besonders stark hervortut. Deren Pläne „Zur Zukunft des guten Konsums“, der in Österreich besonders starke Trend zu Regionalität und die Nudelmacher der Republik gehören hier zu den Themen. Der Länderreport Asien widmet sich der von heftigen Stürmen gebeutelten, aber nicht zerriebenen (Lebensmittel)Wirtschaft der Phillipinen. Es ist unser letzter Besuch in Asien in dieser Serie: Im November springen wir hinüber nach Australien – und von dort aus geht es dann in den nächsten Ausgaben weiter in Richtung Osten über Neuseeland nach Amerika.

Beim minus 18 Marktbesuch sind wir jedoch zurück in der Region: Wir nahmen für unsere Leser den Hit Markt in Dormagen unter die Lupe und sein 300 Quadratmeter großes Tiefkühlparadies, das trotz Regiebetrieb enorm viel Individualität ausstrahlt.