14.03.2023

Erzeugerpreise im Januar 2023 um 25,4 Prozent höher als im Januar 2022

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im Januar 2023 um 25,4 Prozent höher als im Januar 2022. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich der Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat somit den vierten Monat in Folge abgeschwächt. Im Dezember 2022 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei +29,8 Prozent gelegen, im November 2022 bei +31,9 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2022 fielen die Preise um 1,9 Prozent. Die Preise für pflanzliche Produkte erhöhten sich mit +10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat weniger stark als die Preise für tierische Erzeugnisse (+36,3 %). Im Dezember 2022 hatten die Veränderungsraten +13,4 Prozent für pflanzliche Erzeugnisse und +42,3 Prozent für tierische Erzeugnisse betragen. Im Vergleich zum Vormonat waren pflanzliche Produkte im Januar 2023 um 2,1 Prozent und tierische Erzeugnisse um 1,6 Prozent billiger.

Preisanstieg beim Getreide schwächt sich weiter ab

Der Preisanstieg bei pflanzlichen Produkten im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die steigenden Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im Januar 2023 um 67,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Dezember 2022 hatte die Preissteigerung allerdings noch 74,5 Prozent betragen. Auch der Preisanstieg beim Getreide ist mit +7,2 Prozent gegenüber Januar 2022 im Vergleich zum Dezember 2022 (+11,5 % gegenüber Dezember 2021) weiter zurückgegangen.

Preise für Obst und Raps gesunken, für Gemüse gestiegen

Die Erzeugerpreise für Obst waren im Januar 2023 um 4,2 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Preisrückgänge gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -18,2 Prozent. Beim Gemüse (+31,4 % gegenüber Januar 2022) stiegen insbesondere die Preise für Salat (+37,2 %) und Kohlgemüse (+29,7 %).

Preisanstieg bei Eiern nimmt weiter zu

Die Preise für tierische Erzeugnisse waren im Januar 2023 um 36,3 Prozent höher als im Januar 2022. Der Milchpreis lag im Januar 2023 um 36,2 Prozent über dem Vorjahresmonat. Der seit Anfang 2022 kontinuierlich zunehmende Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat bei Eiern setzte sich auch im Januar 2023 mit +45,0 Prozent gegenüber Januar 2022 fort. Im Dezember hatte die Veränderung zum Vorjahresmonat noch +44,1 Prozent betragen.

Bei den Preisen für Tiere gab es im Januar 2023 einen Anstieg von 35,7 Prozent im Vergleich zum Januar 2022. Im Dezember 2022 hatte die Preissteigerung zum Vorjahresmonat 38,1 Prozent betragen. Dabei stiegen die Preise für Schlachtschweine im Januar 2023 im Vergleich zum Januar 2022 um 62,0 Prozent, für Rinder um 8,3 Prozent. Die Preise für Geflügel waren im Januar 2023 um 31,4 Prozent höher als im Januar 2022. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Preisentwicklung bei Hähnchen (+29,7 %).
Erzeugerpreise im Januar 2023 um 25,4 Prozent höher als im Januar 2022
Foto/Grafik: Shutterstock
Speisekartoffeln waren im Januar 2023 um 67,5 Prozent teurer als im Vorjahresmonat.
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