17.09.2026

Vandemoortele mit Umsatzrückgang im Backwarenbereich

Der Nahrungsmittelkonzern Vandemoortele verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrückgang auf 1.014,2 Millionen Euro. Dies entspricht einem Minus von 40,1 Millionen Euro beziehungsweise 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 116,5 Millionen Euro nach 124,7 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Ohne Berücksichtigung der im ersten Halbjahr angefallenen speziellen M&A-Kosten lag das bereinigte EBITDA jedoch weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres. Der Geschäftsbereich Backwaren erzielte einen Umsatz von 685,7 Millionen Euro (-2,3 Prozent) und ein bereinigtes EBITDA von 82,3 Millionen Euro (-11,1 Millionen Euro).

Geringerer Konsum belastet Viennoiserie


Laut CEO Yves Guérin bewies die Gruppe in einem von geopolitischen Spannungen und Inflation geprägten wirtschaftlichen Umfeld Resilienz. Ein schwächeres Verbrauchervertrauen führte insbesondere im Viennoiserie-Segment zu geringerem Konsum, während steigende Produktionskapazitäten im Markt den Margendruck erhöhten. Kostensparprogramme und Investitionen in das industrielle Netzwerk halfen jedoch, die Unternehmensstärke aufrechtzuerhalten. Insgesamt wuchsen die Mengen um 1 Prozent, getrieben vom Einzelhandelswachstum in Nordamerika (+17 Prozent) und Italien (+3 Prozent), was Rückgänge in der Gastronomie und im Bäckereibereich zum Teil ausglich.

Délifrance-Integration als künftiger Treiber


Trotz der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Rentabilität geht das Management davon aus, dass die getätigten Investitionen die Effizienz steigern und künftiges Wachstum fördern werden. Ein zentraler Baustein für den künftigen Erfolg ist dabei die geplante vollständige Integration von Délifrance, nach deren Abschluss das Nettoergebnis wieder auf einen stärkeren Pfad zurückkehren soll. Mit der Aufhebung der Initial Enforcement Order durch die britische Wettbewerbsbehörde für Délifrance werde der Einstieg in die Integration in Vandemoortele ermöglicht, so die Belgier.

Akquisitions-Strategie bringt Synergien


Der Verschuldungsgrad entspricht nach den Übernahmen von Banneton, Lizzi, Acquaviva und Délifrance den Erwartungen und wird von den Bankpartnern unterstützt. Neben Délifrance soll auch die Integration der anderen übernommenen Unternehmen Synergien erzeugen. Für das zweite Halbjahr 2026 sowie die folgenden zwei Jahre wird ein schrittweiser Abbau des Verschuldungsgrads erwartet. Im Zuge der Akquisitionsstrategie übernahm die Gruppe nach Dolciaria Acquaviva und Lizzi zudem die vollständige Kontrolle bei Banneton und errichtete damit ihre erste Produktionseinrichtung in Nordamerika.

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