07.07.2026
Kartoffelanbau in den Niederlanden deutlich reduziert

Foto/Grafik: Bernhard Küpper/as
Die Kartoffelanbaufläche in den Niederlanden sinkt in diesem Jahr um rund acht Prozent auf die kleinste Anbaufläche seit 2012.
Der niederländische Kartoffelanbau steht vor einer deutlichen Anpassung. Nach vorläufigen Angaben des niederländischen Statistikamts CBS wird die gesamte Kartoffelfläche auf 150.100 Hektar zurückgehen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Minus von rund acht Prozent und zugleich der kleinsten Anbaufläche seit dem Jahr 2012. Hauptursache für diese Entwicklung ist die aktuell enttäuschende Marktsituation (
s. auch TK-Report 7-8/2026), in deren Folge die Landwirte vor allem den Anbau von Konsumkartoffeln spürbar einschränken.
Der Gesamtflächenabbau wird maßgeblich durch das Segment der Konsumkartoffeln geprägt, deren Anbaufläche gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 70.280 Hektar sinkt. Neben diesem deutlichen Minus verzeichnet auch der Bereich der Stärkekartoffeln Einbußen. Hier nimmt die Fläche um vier Prozent ab und sinkt auf insgesamt 37.700 Hektar. Einen leichten Gegenpol zu den Rückgängen bildet dagegen der Sektor der Pflanzkartoffeln. Für dieses Segment wird eine Anbaufläche von 42.100 Hektar gemeldet, was einem moderaten Zuwachs von rund einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit erreicht der Pflanzkartoffelanbau in den Niederlanden den höchsten Stand seit dem Jahr 2022. Auch im Nachbarland Belgien
schrumpft die Anbaufläche für Kartoffeln 2026 deutlich.
Der TK-Report-Newsletter: Hier kostenlos anmelden