16.10.2026

Start-up Yobsti übernimmt 35 Teo-Minimärkte aus dem Edeka-Paket

Im Zuge der Tegut-Aufteilung behält Edeka einen Großteil der Teo-Märkte nicht selbst im Filialnetz: Das Handelsunternehmen reicht 35 der insgesamt 41 übernommenen personallosen Standorte an den Mannheimer Smartstore-Betreiber Yobsti weiter. Edeka übernimmt künftig die Großhandelsbelieferung der Kleinstflächen.
Die Übergabe der 35 Teo-Märkte erfolgt zum 1. November 2026. Nach einer kurzen Schließungsphase für die technische und optische Umrüstung sollen die meisten Standorte voraussichtlich am 6. November 2026 unter dem neuen Namen Yobsti wiederöffnen.

Massiver Netzwerkausbau für Yobsti


Für das erst vor kurzem gestartete Mannheimer Unternehmen bedeutet die Übernahme einen enormen Skalierungsschritt: Das eigene Filialnetz wächst von bislang vier Standorten auf einen Schlag auf 39 Smartstores an. „Was wir in einem Laden lernen, soll auch dem nächsten helfen“, erläutert Yobsti-Geschäftsführer Andre Tiede das Expansionskonzept. Das verbundene Softwareunternehmen Yobst entwickelt die digitale Steuerung und die Kassensysteme eigenständig weiter, um Prozesse zu verschlanken und operative Kosten zu reduzieren.

Die Warenversorgung der Yobsti-Filialen wird künftig über Edeka Foodservice sichergestellt. Damit zieht schrittweise auch die Edeka-Eigenmarke Gut & Günstig in das rund 950 Artikel umfassende Sortiment ein. Ergänzend plant Yobsti, insbesondere an ländlichen Standorten lokale und regionale Lieferanten einzubinden, um die Nahversorgung passgenau zu gewährleisten. Ein Großteil der betroffenen Märkte liegt im Kerngebiet Osthessen (darunter mehrere Standorte in Fulda, Rasdorf, Hünfeld-Michelsrombach, Steinau an der Straße und Bad Hersfeld).

Hintergrund: Zerschlagung von Tegut


Die Weitergabe der Smartstores ist Teil der Gesamtabwicklung von Tegut durch die Schweizer Migros-Gruppe. Edeka hatte im Zuge der Aufteilung 178 klassische Tegut-Filialen, das Logistikzentrum in Hünfeld-Michelsrombach sowie die Bäckerei Herzberger zugesprochen bekommen. Rewe übernahm 38 Standorte, während die Kette Tante Enso 36 Filialen erwarb. Für weitere 36 Filialen läuft derzeit noch ein separates Bieterverfahren.

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