26.06.2026
Zahl der schweinehaltenden Betriebe sinkt weiter

Foto/Grafik: Nattaro/as
Die Zahl der Schweinehalter ging in Deutschland seit 2016 um 40 Prozent zurück.
Der Strukturwandel in der deutschen Nutztierhaltung setzt sich fort: Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen der Viehbestandserhebung mitteilt, ist die Zahl der tierhaltenden Betriebe und Haltungen im Vergleich zum Vorjahr erneut gesunken. Bei den Tierbeständen selbst zeigt sich zum Stichtag 3. Mai 2026 hingegen ein gemischtes Bild.
Entwicklung am Schweinemarkt
In der Schweinehaltung dünnt sich das Netz der Erzeuger immer weiter aus. Zum Stichtag am 3. Mai 2026 gab es bundesweit nur noch rund 14.700 Betriebe, was einem Rückgang von 3,6 Prozent oder 550 Betrieben im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Zehnjahresvergleich fällt der Einbruch mit einem Minus von 40,0 Prozent seit 2016 sogar drastisch aus. Gleichzeitig hält der Trend zu größeren Einheiten an, denn während ein Betrieb im Jahr 2016 durchschnittlich rund 1.100 Schweine hielt, waren es zehn Jahre später im Schnitt rund 1.400 Tiere pro Hof.
Trotz des anhaltenden Betriebssterbens stieg der gesamte Schweinebestand im Vorjahresvergleich leicht um 0,6 Prozent auf rund 21,0 Millionen Tiere an. Im langfristigen Zehnjahresvergleich bedeutet dies dennoch ein deutliches Minus von 22,5 Prozent. Bei den einzelnen Tierkategorien blicken die Erzeuger auf eine unterschiedliche Dynamik: Während der Bestand an Mastschweinen im Vorjahresvergleich um 4,2 Prozent auf 9,0 Millionen Tiere schrumpfte, verzeichnete die Zahl der Ferkel und Jungschweine ein deutliches Wachstum von 5,1 Prozent auf 10,6 Millionen Tiere. Die Zahl der Zuchtsauen lag mit 1,4 Millionen Tieren um 0,9 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats.
Dynamik am Rindermarkt
Auf dem Rindermarkt zeigt sich kurzfristig eine Stabilisierung, während der langfristige Abwärtstrend bestehen bleibt. Zum 3. Mai 2026 wurden in Deutschland rund 10,4 Millionen Rinder gezählt, was einem minimalen Plus von 0,2 Prozent im Vergleich zum Mai 2025 entspricht. Davon entfielen 3,6 Millionen Tiere auf den Milchkuhbestand, der binnen Jahresfrist mit einem leichten Anstieg von 0,3 Prozent stabil blieb. Über einen Zeitraum von zehn Jahren ging die Zahl der Milchkühe jedoch um 16 Prozent zurück.
Bei den Haltern setzt sich der langjährige Schrumpfungsprozess fort, denn gegenüber November 2025 sank die Zahl der Rinderhaltungen um 1,8 Prozent auf 120.300 und die Zahl der Milchkuhhaltungen um 2,0 Prozent auf 46.200. Im Zehnjahresvergleich seit 2016 verringerte sich die Zahl der Rinderhaltungen um 18,7 und die der Milchkuhhaltungen um 35,2 Prozent.
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