13.06.2023

Oetker-Gruppe steigert Umsatz um 11,6 Prozent

Die Oetker-Gruppe mit ihren Geschäftsbereichen Nahrungsmittel, Bier und alkoholfreie Getränke sowie Weitere Interessen erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Nettoumsatz in Höhe von 6.508 Mio. Euro und wuchs damit im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Prozent. Angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen infolge des Kriegs in der Ukraine sei dies "ein noch ordentliches Ergebnis", so die Bielefelder bei der Vorstellung der Kennzahlen.

Der Geschäftsbereich Nahrungsmittel, der sich aus den Unternehmen Dr. Oetker und Conditorei Coppenrath & Wiese zusammensetzt, steigerte 2022 die Umsatzerlöse um 7,5 Prozent auf 3.963 Mio. Euro – "ein Ergebnis über den Erwartungen", wie Oetker betonte.

Pizza: Umsatzerlöse über Vorjahresniveau

Das Unternehmen Dr. Oetker steigerte seine Umsatzerlöse um 7,0 Prozent und konnte organisch um 4,9 Prozent wachsen. Ein Erfolgsfaktor seinen dabei "innovative, nachhaltige und gesündere Produkte" gewesen. Besonders erfreulich habe sich das Pizza- und Professional-Geschäft entwickelt.

In der Kategorie Pizza seien trotz der "notwendigen Preiserhöhungen Mengeneinbußen im Wesentlichen ausgefallen. Dies lag einerseits an erfolgreichen Promotions-Aktivitäten; andererseits wirkten sich die rezeptorische Überarbeitung der wichtigen Pizza-Submarken sowie die Produktinnovationen La Mia Grande und La Mia Pinsa positiv aus", so die Oetker-Analyse. Die Umsatzerlöse hätten in der Kategorie Pizza das Vorjahresniveau übertroffen.

Coppenrath & Wiese: Umsatzplus von 11,3 Prozent

Die Conditorei Coppenrath & Wiese erzielte im Jahr 2022 einen deutlichen Umsatzanstieg um 11,3 Prozent. "Dieses Wachstum resultierte auch aus Preiserhöhungen, die als Reaktion auf massive Kostensteigerungen trotz signifikanter interner Effizienzsteigerungen nicht völlig zu vermeiden waren", erklärte Oetker. Während das Handelsmarkengeschäft in Deutschland weiter zurückging, konnte sich das Markengeschäft besonders in den strategischen Segmenten Blechkuchen und Brötchen sowie Torten behaupten. In Großbritannien sind laut Oetker die Bedingungen aufgrund der Post-Brexit-Situation, des noch immer ungünstigen Wechselkurses des britischen Pfunds zum Euro sowie hoher Inflationsraten weiterhin herausfordernd. Dennoch habe die Conditorei Coppenrath & Wiese ihr dortiges Geschäft weiter ausbauen können. Das Geschäft in Nordamerika entwickelte sich "anhaltend positiv".

Christmann für 2023 „vorsichtig optimistisch“

Für das laufende Geschäftsjahr äußert sich Dr. Albert Christmann, persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG, vorsichtig optimistisch: „Unsere hohe Resilienz darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir nach wie vor mit signifikanten Kostensteigerungen in nahezu allen betrieblichen Bereichen, vor allem aber auf der Beschaffungs- und Lohnseite, zu kämpfen haben. Dies zwingt uns zu massiven Maßnahmen zur Kosteneinsparung, die uns wahrscheinlich noch in den kommenden beiden Jahren begleiten werden. Allerdings bin ich zuversichtlich, dass wir die Herausforderungen gemeinsam im Gruppenverbund nicht nur lösen, sondern die sich hieraus ergebenden Opportunitäten auch beherzt ergreifen werden. Dazu gehören die Nutzung der sich ergebenden Marktchancen wie auch das Vorantreiben der digitalen Transformation unserer Unternehmen. Am Ende werden wir gestärkt aus diesen Krisenzeiten hervorgehen“, kommentierte Christmann die veröffentlichten Zahlen.
Oetker-Gruppe steigert Umsatz um 11,6 Prozent
Foto/Grafik: Dr. Oetker
Einen Nettoumsatz von 6.508 Mio. Euro erwirtschafteten die Unternehmen der Oetker-Gruppe im Geschäftsjahr 2022.
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