70 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher stufen Tiefkühlprodukte als eher oder definitiv hilfreich für eine gesunde Ernährung ein.
Foto/Grafik: dti
74 Prozent sagen, gesunde Ernährung sei ihnen sehr wichtig bzw. wichtig. Aber nur 43 Prozent finden, dass es ihnen im Alltag gut oder sehr gut gelingt.
Viele Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland messen einer gesunden Ernährung hohe Bedeutung bei, sehen jedoch Defizite in der praktischen Umsetzung. Das geht aus dem aktuellen „TK-Trendbarometer“ hervor, einer repräsentativen Befragung des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag des Deutsches Tiefkühlinstitut (dti). Anlass der Veröffentlichung ist der „Tag der gesunden Ernährung“ am 7. März.
Hohe Akzeptanz für TK-Produkte
74 Prozent der Befragten geben an, gesunde Ernährung sei ihnen wichtig oder sehr wichtig. Gleichzeitig sagen nur 43 Prozent, dass es ihnen im Alltag gut oder sehr gut gelingt, diesen Anspruch umzusetzen. Damit bleibt eine deutliche Lücke zwischen Ernährungsbewusstsein und tatsächlichem Verhalten.
Für die Tiefkühlwirtschaft relevant ist die Einschätzung, dass 70 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher Tiefkühlprodukte als eher oder definitiv hilfreich für eine gesunde Ernährung betrachten. Als zentrale Argumente nennen die Befragten den Erhalt von Vitaminen und Nährstoffen (85 Prozent), die ganzjährige Verfügbarkeit (85 Prozent) sowie die lange Haltbarkeit (83 Prozent). 65 Prozent stimmen der Aussage zu, Tiefkühlprodukte ermöglichten die ganzjährige Verfügbarkeit gesunder Zutaten. 55 Prozent sehen eine Unterstützung bei Zeitmangel, 50 Prozent bewerten Tiefkühlprodukte als hilfreich für eine bessere Planbarkeit gesunder Mahlzeiten.
Vorbehalte bei Zusatzstoffen
Gleichzeitig bestehen Vorbehalte. 30 Prozent der Befragten vertreten die Auffassung, Tiefkühlkost könne eher nicht oder definitiv nicht zu einer gesunden Ernährung beitragen. In dieser Gruppe wird insbesondere der vermeintlich hohe Gehalt an Zusatz- oder Konservierungsstoffen genannt; jeweils 53 Prozent führen dies als Begründung an.
Juliane Zander, Ernährungswissenschaftlerin und Referentin beim dti, ordnet diese Einschätzung ein: „Schockfrostung sorgt dafür, dass Tiefkühlprodukte auf natürliche Weise haltbar gemacht werden – ganz ohne Konservierungsstoffe. Dank der physikalischen Kraft der Kälte bleiben die Lebensmittel frisch und lange haltbar, ihre wertvollen Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe sowie Geschmack und Konsistenz sehr gut erhalten.“ Zur Einordnung verweist das dti zudem auf Untersuchungen unabhängiger Institutionen wie Stiftung Warentest und Öko-Test, die Tiefkühlgerichten vielfach einen geringen Zusatzstoffeinsatz attestierten.
Tiefkühlprodukte fest im Einkaufsalltag verankert
Die Ergebnisse sind vor dem Hintergrund einer stabilen Nachfrage nach Tiefkühlprodukten zu sehen. 62 Prozent der Befragten nutzen Tiefkühlprodukte mindestens mehrmals im Monat. Besonders häufig werden Tiefkühlgemüse und -kräuter (76 Prozent der Verwender), Tiefkühlfisch (62 Prozent) sowie tiefgekühlte Kartoffelprodukte (55 Prozent) gekauft.
Laut Absatzstatistik des dti lag der Pro-Kopf-Verbrauch 2024 bei einem Rekordwert von 50 Kilogramm, der Gesamtabsatz bei über vier Millionen Tonnen. Seit 2021 erhebt Innofact im Rahmen des TK-Trendbarometers regelmäßig Daten zum Einkaufs- und Ernährungsverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten. Für Industrie und Handel liefern die aktuellen Ergebnisse Hinweise darauf, dass Tiefkühlprodukte im Spannungsfeld zwischen Gesundheitsanspruch, Zeitbudget und Planbarkeit als alltagstaugliche Lösung wahrgenommen werden – zugleich aber Informationsbedarf hinsichtlich Verarbeitung und Zusatzstoffen besteht.