27.03.2026
YouGov: Starke Tiefkühlkost, schwächelndes Speiseeis

Foto/Grafik: Kossmann/Plutat/as
Der Februar brachte viele Gewinner in der Tiefkühltruhe hervor, doch auch einen klaren Verlierer: das Schlemmerfilet.
Auch im Februar 2026 stieg der Umsatz (+1,1 %) in der Kategorie Tiefkühlkost inklusive Speiseeis weiter an, vermeldet der YouGov Consumer Index Total Grocery 02/26. Als ausschlaggebend hierfür nennen die Marktforscher eine höhere Einkaufshäufigkeit (+1,2 %) sowie steigende Ausgaben pro Einkaufsakt (+1,1 %), während die Käuferzahl leicht zurückging (-1,3 %).
Das Umsatzwachstum ist erneut ausschließlich auf den Bereich Tiefkühlkost ohne Speiseeis (+2,4 %) zurückzuführen. Zwar sank auch hier die Käuferzahl leicht (-1,0 %), jedoch wurde dies durch eine steigende Frequenz (+1,6 %) und höhere Ausgaben pro Einkauf (+1,7 %) mehr als ausgeglichen. Herstellermarken wuchsen mit plus 3,7 Prozent deutlich stärker als Handelsmarken (+1,0 %). Das Wachstum der Herstellermarken wurde dabei sowohl durch die höhere Frequenz (+3,1 %) als auch durch gestiegene Ausgaben pro Einkauf (+3,3 %) getragen, während Handelsmarken ausschließlich durch höhere Ausgaben pro Einkauf (+1,5 %) wuchsen. Zu den größten Gewinnern der Kategorie zählten TK-Komplettgerichte (+10,9 %), TK-Obst/Säfte (+27,8 %) sowie TK-Snacks (+25,2 %). Das Schlemmerfilet gehört mit minus 14,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu den größten Verlierern.
Die Kategorie Speiseeis verzeichnete im Vergleich zum Vorjahresmonat deutliche Verluste (-7,4 %), verursacht vor allem durch sinkende Käuferzahlen (-6,1 %). Auch die Einkaufshäufigkeit (-1,2 %) sowie die Ausgaben pro Einkauf (-0,2 %) trugen leicht zu den Rückgängen bei, so YouGov. Ein Blick auf Handels- und Herstellermarken sowie Hauspackungen und Multipacks zeigt, dass der Rückgang insbesondere auf Markeneis in Hauspackungen zurückzuführen ist (-17,8 % Käufer; -24,7 % Umsatz). Generell verlor Speiseeis von Herstellermarken fast 20 Prozent Umsatz (-19,3 %), vor allem aufgrund stark sinkender Käuferzahlen (-16,9 %). Im Gegensatz dazu wuchs Speiseeis der Handelsmarken um 15,1 Prozent – getragen durch mehr Käufer (+6,9 %), höhere Ausgaben pro Einkaufsakt (+3,5 %) sowie eine gesteigerte Einkaufshäufigkeit (+4,1 %).
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