07.04.2026
Vandemoortele mit sattem Umsatzplus in der Backwaren-Sparte

Foto/Grafik: Vandemoortele
„Die Aufrechterhaltung von Stabilität in einem herausfordernden Umfeld hatte im Jahr 2025 höchste Priorität“, sagt Vandemoorteles CEO Yvon Guérin.
Die belgische Vandemoortele-Gruppe mit Hauptsitz in Gent kann für das vergangene Geschäftsjahr weiteres Wachstum vermelden: Demnach stieg der Konzernumsatz 2025 um 138 Mio. Euro auf 2,215 Mrd. Euro (+7 % gegenüber dem Vorjahr). Zurückzuführen sei dieses Umsatzplus auf die strategischen Zukäufe in Italien und den USA. Das bereinigte EBITDA lag stabil bei 267 Mio. Euro, das EBITDA sank dagegen von 249 Mio. Euro 2024 auf 221 Mio. Euro und das EBIT ging von 157 Mio. Euro auf 105 Mio. Euro zurück. Dies sei hauptsächlich auf die Kosten für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit den Akquisitionen und Restrukturierungen zurückzuführen, so Vandemoortele.
Der Geschäftsbereich Backwaren erzielte den Angaben zufolge ein Umsatzwachstum von 136 Mio. Euro (+10 %) auf 1,5 Mrd. Euro, getragen durch die Integration von Dolciaria Acquaviva und Lizzi Srl in Italien. Das bereinigte EBITDA stieg um 7 Prozent auf 197 Mio. Euro, während das Gesamtvolumen um 4 Prozent zunahm, gestützt vor allem durch besonders starke Umsätze in Italien. Bei den pflanzlichen Lebensmitteln stieg der Umsatz leicht auf 736 Mio. Euro, während das bereinigte EBITDA um 14 Prozent auf 70 Mio. Euro zurückging.
Integration von Délifrance schreitet voran
„Die Wahrung der Stabilität in einem herausfordernden Umfeld war 2025 eine unserer wichtigsten Prioritäten“, kommentiert CEO Yvon Guérin die Zahlen. „Das Jahr war geprägt von hohen Rohstoffkosten, die die Verbraucherpreise in die Höhe trieben und den Konsum dämpften, während geopolitische Spannungen für einen vorsichtigen Markt sorgten. Wir sind zufrieden, dass wir unser bereinigtes EBITDA, unseren wichtigsten Finanzindikator, stabilisieren konnten und dass unsere jüngsten Akquisitionen – Banneton Bakery, Dolciaria Acquaviva und Lizzi Srl – die Erwartungen erfüllt haben.“
„Obwohl das Ergebnis nach Steuern niedriger ausfiel als 2024, sind wir zuversichtlich, dass unsere Investitionen in neue Produktionsanlagen im Laufe des Jahres, insbesondere im Bereich pflanzenbasierter Lebensmittel, zukünftige Kapazitäten und Wachstum sichern werden“, so Yvon Guérin weiter. „Im Bereich Backwaren wird die Ende Dezember abgeschlossene Übernahme von Délifrance einen grundlegenden Wandel bewirken und unser Produktportfolio sowie unsere internationale Präsenz in diesem Segment erweitern.“
2026 will sich Vandemoortele auf die Rückkehr zu organischem Wachstum konzentrieren. Ein zentrales Anliegen ist die komplette Integration von Banneton Bakery und Délifrance, der Abschluss der geplanten Übernahme des europäischen Margarine- und Brotaufstrichgeschäfts von Bunge sowie die weitere Einbindung von Dolciaria Acquaviva und Lizzi Srl in die Geschäftstätigkeit des Konzerns.
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