11.08.2026
BOGK erwartet niedrige Kartoffelernte

Foto/Grafik: Countrypixel/as
Das rückläufige Kartoffelangebot zeige sich bereits jetzt an den Preisnotierungen am Kartoffelmarkt, so der BOGK.
Die kartoffelverarbeitende Industrie, die im Branchenverband BOGK vertreten ist, erwartet für die jetzt anstehende Hauptkartoffelernte einen deutlich geringeren Ertrag und damit weniger zur Verfügung stehende Rohware.
Die anhaltende Trockenheit der letzten Wochen behindert das Wachstum der Kartoffeln. Fehlende Niederschlagsmengen und Spitzentemperaturen innerhalb der letzten zwei Monate von bis zu 40 Grad haben deutliche Wachstumsschäden an den Kartoffeln hinterlassen, so Horst-Peter Karos, Geschäftsführer im Bundesverband.
Kartoffeln als flachwurzelnde Pflanze sind auf regelmäßige und ausreichende Niederschläge angewiesen. Experten innerhalb der Industrie verdeutlichen nun, dass die Bestände deutlich unter der Trockenheit leiden und teilweise auch schon irreparabel geschädigt sind. Hinzu kommt, dass die mittelfristigen Wetterprognosen aktuell keine Besserung der Niederschlagssituation ausweisen. Die Situation führt auch zu einer deutlichen Verknappung von größeren Kartoffelknollen, die gerade für die Pommes-frites-Produktion erforderlich wären.
Außerdem gibt es in Deutschland eine ca. 7-prozentige Reduktion der Kartoffelanbaufläche; in Teilen
Europas liegt diese sogar im zweistelligen Bereich. Das rückläufige Angebot zeige sich bereits jetzt an den Preisnotierungen am Kartoffelmarkt, so der wirtschaftspolitische Fachverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie.
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