26.08.2026
Startschuss in Schönebeck: Florida Eis baut CO2-freie Manufaktur

Foto/Grafik: Florida Eis
Vor knapp 100 Jahren in Berlin-Spandau als Eiscafé gegründet, expandiert die Florida-Eis Manufaktur GmbH jetzt nach Sachsen-Anhalt.
Die Berliner Florida Eismanufaktur GmbH hat im Gewerbegebiet West in Schönebeck (Elbe) offiziell den Baustart für ihre neue Speiseeismanufaktur gefeiert. Das Traditionsunternehmen investiert rund 25 Millionen Euro in den Standort in Sachsen-Anhalt, um ab 2028 eine Produktionskapazität von jährlich etwa 5.000 Tonnen Speiseeis zu erreichen. Im Rahmen des Ausbaus sollen in der Region schrittweise bis zu 500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Die geplante Anlage will Maßstäbe in Sachen Innovation und Klimaschonung setzen: Photovoltaik, Solarenergie sowie eine konsequente Energierückgewinnung aus der Abwärme der Produktion werden miteinander kombiniert. Zudem ist der Einsatz von Wasserstoff für die Fuhrpark-Logistik vorgesehen, um den Standort weitgehend energieautark und klimaneutral zu betreiben. Auf dem 4.000 Quadratmeter großen Areal entstehen neben den Produktions- und Logistikflächen auch ein Bürogebäude, ein Eiscafé, ein Werksverkauf sowie Testflächen für den eigenen Rohstoffanbau, etwa für Vanille.
Nachhaltiges Zukunftsmodell für die Lebensmittelbranche
Für Geschäftsführer Olaf Höhn ist der symbolische Erster Spatenstich ein zentraler Schritt in der Firmengeschichte: „Wir bauen in Schönebeck nicht einfach nur eine neue Eisfabrik, sondern wir wollen zeigen, wie Lebensmittelproduktion in Zukunft funktionieren kann: nachhaltig, energieautark, innovativ und wirtschaftlich.“ Ziel sei es, die handwerkliche Qualität des Eisgenusses mit modernster Umwelttechnologie zu vereinen und Verantwortung zu übernehmen. „Wir wollen mit Florida Eis beweisen, dass man hervorragendes Eis herstellen und gleichzeitig Verantwortung für die Zukunft übernehmen kann“, betont Höhn.
Auch die Landespolitik bewertet die Großinvestition als zukunftsweisenden Impuls für den Wirtschaftsstandort. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze erklärte bei der Grundsteinlegung: „Besonders überzeugt mich, dass hier wirtschaftliches Wachstum mit Innovation, Energieeffizienz und moderner Lebensmittelproduktion verbunden wird. Genau solche Investitionen brauchen wir: Unternehmen, die langfristig denken, Wertschöpfung vor Ort schaffen und gemeinsam mit uns Zukunft gestalten.“
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