19.03.2026

Food Freezing Forum setzte neue Impulse für die Tiefkühlwirtschaft

Mit dem Food Freezing Forum feierte am 17. März in Hamburg ein neuartiges Veranstaltungsformat seine Premiere. Die Fachveranstaltung parallel zur Internorga widmete sich als erste ihrer Art dem industriellen Gefrieren von Lebensmitteln und brachte gezielt Produktionsverantwortliche der Tiefkühlbranche mit Herstellern von Freezing-Prozesstechnik zusammen. Im Zentrum stand der fachliche Austausch über aktuelle Trends, technologische Entwicklungen sowie Herausforderungen und Best-Practice-Beispiele aus der industriellen Praxis. Der TK-Report begleitete das Event als exklusiver Medienpartner.

Praxisnah, fokussiert, mit klarem Blick nach vorn


Die Hamburg Messe und Kongress zog als Veranstalter ein positives Resümee der Premiere. "Fachleute aus Produktion, Technologie und Industrie haben sich praxisnah, fokussiert und mit klarem Blick nach vorn ausgetauscht", so die Messeleitung. Besonders deutlich sei geworden, dass industrielle Gefriertechnik zunehmend an strategischer Bedeutung gewinne – als Hebel für Effizienz, Produktqualität und nachhaltige Produktionsprozesse.

Fünf Speaker plus Panel


Das Fachprogramm wurde durch Uwe Fischer, CEO der Hamburg Messe & Congress, eröffnet. Den inhaltlichen Auftakt machte Klaus Flaskamp, Geschäftsführer der Block Menü GmbH, der über die Herausforderungen bei der Projektierung von Spiralfrostern in bestehenden Lebensmittelunternehmen referierte. Er beleuchtete dabei die spezifischen Tiefkühlansprüche unterschiedlicher Lebensmittelarten und teilte Erfahrungen bei der Implementierung verschiedener Spiralfroster-Bauarten in der Block-Produktion in Zarentin.

Dirk Lammert, Technischer Leiter der Hanna-Feinkost AG, thematisierte das Spannungsfeld zwischen Produktschutz und Abfallvermeidung. Er erläuterte, warum das Unternehmen aktuell noch auf Frosterfolien zum Schutz empfindlicher Geflügelprodukte setzt, aber aufgrund von Nachhaltigkeitszielen und Entsorgungskosten eine folienfreie Produktion anstrebt, sofern technische Hürden überwunden werden können.

Weitere technologische Einblicke lieferte Martin Mauritz, Produktionsleiter der ELO-Frost GmbH & Co. KG, am Beispiel der feldfrischen Verarbeitung von TK-Blattgemüse wie Grünkohl und Spinat. Er präsentierte die eingesetzte Technik und die damit verbundenen prozesstechnischen Anforderungen.

Tim Clausen sprach zum Thema „Beyond-Design Freezing“. Der Produktionsleiter der Endori food GmbH & Co. KG machte deutlich, wo Chancen und Schwierigkeiten in Sachen Low-CAPEX-Stabilisierung von Hygienezeit, OEE und Produktqualität liegen, wenn Froster nicht im Standard-Zuschnitt laufen. Sein Credo: Im Werkzeugkasten zählt der Nutzen, nicht der Originalzweck."

Diskussion: What comes next?


Die Potenziale der Digitalisierung beleuchtete David Burzynski, Geschäftsführer der Coldsense Technologies GmbH. Sein Vortrag konzentrierte sich auf intelligente, KI-gestützte Kältesteuerung, die sich am realen Nutzerverhalten orientiert. Durch den Einsatz von präziser Eis-Sensorik und Predictive Cooling ließen sich stabilere Temperaturen und signifikante Energie- sowie CO₂-Einsparungen entlang der gesamten TK-Kette realisieren.

Den Abschluss bildete eine Panel-Diskussion zur Zukunft der Food Freezing-Technologie. Unter der Fragestellung „What comes next?“ diskutierten Jochen Hottinger (Heinen), Jan Grundmann (JBT Marel), Torge Lahrsen (Encentive) und Lasse Krantz Simonsen (Blentech Europe), wie Anbieter auf steigende Kundenanforderungen reagieren und welche Innovationen den Freezing-Prozess künftig prägen werden.

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