10.09.2026

FIZ: Deutschlands Appetit auf Fisch wächst

Der Pro-Kopf-Konsum von Fisch und Seafood in Deutschland ist 2025 auf 13,9 Kilogramm angestiegen, beliebtester Fisch bleibt der Lachs. Das zeigen neuen Marktdaten, die das Fisch-Informationszentrum (FIZ) auf seiner Jahrespressekonferenz am 10. September präsentierte.

2025 stieg der Konsum von Fisch und Meeresfrüchten von 12,3 Kilogramm (in 2024) auf 13,9 Kilogramm pro Kopf. Dies ist ein Anstieg von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024. „Fisch wird in allen Lebenslagen verzehrt. Die steigenden Konsumzahlen unterstreichen, dass Fisch sowohl im Lebensmitteleinzelhandel und beim Verzehr zu Hause als auch außer Haus – in Restaurants, Bistros und Kantinen – einen festen Platz hat. Damit ist Fisch ein wertvoller Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung“, so die FIZ-Vorsitzende Petra Weigl (Regal Springs) und der FIZ-Geschäftsführer Dr. Stefan Meyer bei der Vorstellung der Marktdaten in Hamburg.

Lachs bleibt die Nummer eins


Bei den beliebtesten Fischarten zeigt sich ein vertrautes Bild: Lachs führt mit 19,2 Prozent (2024: 22,6 %), gefolgt von Alaska-Seelachs mit 18,5 Prozent (19,8 %). Dahinter folgen Thunfisch mit 13,9 Prozent (14,6 %), Hering mit 9,7 Prozent (11,0 %) und Garnelen mit 9,3 Prozent (10,1 %).

Auch der Blick auf die Einkaufsstätten zeigt, dass Fisch insbesondere beim alltäglichen Einkauf in Discountern und Supermärkten seinen festen Platz im Einkaufswagen hat. 49 Prozent der gekauften Fischmenge gehen bei den Discountern über die Kassen. Vollsortimenter kommen auf 26 Prozent, SB-Warenhäuser auf 14 Prozent. Der Fischfachhandel erreicht mengenmäßig 4 Prozent.

Fischpreisindex weitgehend stabil


Nach deutlichen Preissteigerungen in den Jahren 2022 und 2023 blieb der Fischpreisindex 2024 und 2025 weitgehend stabil. 2025 lag er bei 130,2 Punkten (2020 = 100), während der Index für Lebensmittel insgesamt 135,9 Punkte erreichte. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Fischpreisindex auf 133,3 Punkte und damit weiterhin weniger stark als der Lebensmittelindex mit 137,7 Punkten.

Die Einkäufe privater Haushalte in Deutschland blieb mit durchschnittlich 5,1 Kilogramm Produktgewicht pro Kopf nahe am Vorjahresniveau (5,4 Kilogramm, Abnahme von 5,8 Prozent). Dabei zeigt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: Bremer und Hamburger Haushalte konsumierten 21,5 Prozent mehr Fisch und Seafood als der Bundesdurchschnitt. Das Saarland liegt 22,6 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt und bildet damit das Schlusslicht im Ländervergleich.

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